Knochenfund in Kiel : Skelett in Müllsack ist eine vermisste Mutter

Die Familie hatte Plakate entworfen und nach der jungen Mutter in Kiel gesucht. Foto: sh:z
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Die Familie hatte Plakate entworfen und nach der jungen Mutter in Kiel gesucht. Foto: sh:z

Jetzt steht fest, wessen Knochen am Dienstagabend in Kiel an der B76 in einem Müllsack gefunden wurden: Die Tote war eine seit Sommer vermisste junge Mutter aus Kiel.

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20. April 2013, 09:27 Uhr

Kiel | Nach der Obduktion in der Kieler Rechtsmedizin weiß die Polizei nun, wer die skelettierte Frauenleiche im Müllsack im Stadtteil Elmschenhagen war: eine 20 Jahre alte Frau aus der Landeshauptstadt. Sie galt seit dem Sommer 2012 als vermisst.

Nach shz.de-Informationen handelt es sich um eine junge Mutter aus Kiel-Gaarden. Sie hat zwei Kinder, die sich schon länger in der Obhut des Jugendamtes befinden. Im Juni hatten die Eltern der jungen Frau zuletzt Kontakt zu ihr. Seitdem wird sie vermisst. Die Polizei suchte nicht offiziell nach ihr - warum, werde gerade geprüft, heißt es dort.

Eltern und Freunde verteilten eigene Vermisstenplakate. Darauf ist zu lesen, dass die Vermisste im August zuletzt gesehen wurde, als sie in Gaarden in ein Auto stieg.

Mit DNA-Material identifiziert

Die Identifizierung gelang, da der Kieler Kriminalpolizei DNA-Material der Vermissten zum Abgleich mit DNA der Toten vorlag. "Offen sind weiterhin die Todesursache und der genaue Todeszeitpunkt", sagte Polizeisprecher Bernd Triphahn am Freitag. Jetzt müsse geklärt werden, ob die Frau möglicherweise einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. "Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen", sagte der Sprecher. Dabei würden auch das Umfeld und die Familie untersucht.

Dienstagabend hatte eine Autofahrerin auf der B76 an einer roten Ampel gehalten und dabei einen Müllsack mit herausragenden Knochen entdeckt. Sie alarmierte die Polizei, die sämtliche Körperteile in der Tüte fand.

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