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Nordseeküste : Seehundsterben nimmt ab - Warnungen bleiben

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Die schlimmste Zeit der Seehunderkrankungen scheint vorbei zu sein. Die Zahlen der Toten gehen zurück.

Tönning | Das Seehundsterben an der Nordseeküste klingt ab. Wie die Nationalparkverwaltung am Freitag mitteilte, werden kaum noch tote Tiere angespült. In der vergangenen Woche wurden demnach nur noch durchschnittlich sechs Tiere pro Tag gefunden. Diese seien aber schon längere Zeit tot gewesen.

Die Einlieferung von Robben in die Seehundstation Friedrichskoog und ihre Auswilderung seien somit wieder möglich. „Wir gehen davon aus, dass auch die Grippe der Seehunde ein natürlicher Vorgang ist. Aber wir sind froh, dass vermutlich knapp 90 Prozent unserer Seehunde die Erkrankungswelle gut überstanden haben. Ihr Bestand ist durch das Grippevirus nicht gefährdet“, sagte Nationalparkleiter Detlef Hansen. In nächster Zeit könne die Zahl tot aufgefundener Tiere allerdings noch einmal steigen, wenn die Ostwindlage endet. Die Arbeit der Seehundjäger bleibe daher wichtig. Die Nationalparkverwaltung warnt weiter davor, die Tiere zu berühren. Menschen sollten Abstand zu gestorbenen oder kranken Seehunden halten. Auch Hunde sollten keinen Kontakt mit den Tieren haben.

Mitte Oktober waren am Tag zwischen 40 und 60 tote Seehunde im Bereich Helgoland, Sylt, Amrum und Föhr gefunden worden. Insgesamt wurden seit Anfang Oktober knapp 1600 tote oder todkranke Tiere gefunden, gut 1000 davon auf den vier großen Nordseeinseln. Auch in Niedersachsen und in Dänemark wurden Seehunde angespült. Ursache für das Seehundsterben ist ein Influenzavirus.

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erstellt am 21.Nov.2014 | 12:58 Uhr

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