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Gast in der Elbe : Seehund schlemmt in Geesthachter Fischtreppe

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mit großen Kulleraugen blickt er aus dem Becken: Ein Seehund ist die Elbe hinauf geschwommen und hat den Weg in die Fischtreppe Geesthacht gefunden.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 18:14 Uhr

Geesthacht | Lachse, Meerforellen, Welse und noch viel mehr: 45 verschiedene Fischarten tummeln sich in der Fischtreppe Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) an der Elbe. Für einen Seehund ist es das reinste Schlaraffenland. So war wohl auch dieser 17 Kilo schwere Meeressäuger sehr glücklich, als es am Montag in der Anlage schwamm. Wie Betreiber Vattenfall am Dienstag mitteilte, entdeckten Mitarbeiter den Seehund in der Anlage. Er wurde eingefangen und in die Seehundstation Friedrichskoog gebracht. Bei einer gründlichen Untersuchung stellten die Experten dort fest, dass das Tier zwar wenig Gewicht hat, aber kerngesund ist. Deshalb kann es in den kommenden Tagen schon wieder in die Freiheit entlassen werden.

Seehunde leben in großen Populationen im Wattenmeer. Einzelne Tiere sind auch mal in der Elbe zu sehen, einige sogar in der deutschen Ostsee. Die wenigen Ostsee-Sehunde leben aber eher an den Küsten dänischer Inseln und Südschwedens.

Die 550 Meter lange Fischtreppe in Geesthacht besteht aus 45 einzelnen Becken und ist damit die größte Europas. Durch 1,20 Meter breite Schlitze können die Fische von Becken zu Becken schwimmen. Die Anlage wurde im September 2010 eingeweiht. Sie wurde gebaut, damit Fische auf dem Weg zu ihren Laichplätzen die Staustufe überwinden können, die seit 1960 das Wasser der Elbe auf vier Meter über Normalnull aufstaut. Damit ist der Fluss im Landesinneren den Gezeiten der Nordsee nicht mehr ausgesetzt.

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