Schwere Autounfälle : Schwarzer Freitag auf den Straßen

Feuerwehrleute am Wrack des Skoda bei Neumünster. Foto: Krüger
Feuerwehrleute am Wrack des Skoda bei Neumünster. Foto: Krüger

Viele schwere Verkehrsunfälle haben am Freitag die aufkommende Stimmung zum Jahreswechsel überschattet. Mindestens zwei endeten tödlich.

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01. Januar 2012, 03:46 Uhr

Neumünster/Kiel | Ein Horror-Crash ereignete sich am Vormittag auf der B205 südlich von Neumünster. Der 62-jährige Fahrer eines Pkw geriet in den Gegenverkehr und krachte frontal gegen einen Getränke-Laster. Beide Fahrzeuge wurden durch den Zusammenprall in den Grünstreifen geschleudert. Der 62-Jährige starb noch am Unfallort, der 52-jährige Fahrer des 40-Tonners erlitt einen Schock und wurde leicht verletzt. Die Südumgehung um Neumünster musste mehrere Stunden voll gesperrt werden. Gesamtschaden: Laut Polizei mindestens 60.000 Euro.
Tödlich endete auch ein Unfall gestern Vormittag auf der Gemeindestraße von Schürsdorf nach Scharbeutz im Kreis Ostholstein. Ein 44-jähriger Mann starb. Der Scharbeutzer kam mit einem Firmenwagen aus bisher ungeklärter Ursache in einer lang gezogenen Linkskurve von der Fahrbahn ab, der Ford Transit geriet ins Schleudern, prallte gegen einen Baum. Der Mann erlag seinen Verletzungen, so die Polizei.
Fast zur selben Zeit krachte es gestern Vormittag auf der Bundesstraße 76 in Höhe Koselfeld bei Eckernförde. Nach einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw mussten drei Menschen in Krankenhäuser eingeliefert werden. "Lebensgefahr besteht zum Glück nicht", teilte Polizeisprecher Sönke Hinrichs mit. Nach Ermittlung der Beamten vor Ort wollte ein Autofahrer auf ein Grundstück abbiegen – ein nachfolgender Fahrer (24) eines VW Polo erkannte die Situation zu spät, wich daher auf die Gegenfahrbahn aus, wo er jedoch frontal gegen einen Peugeot einer 30-jährigen Fahrerin krachte. Beide Fahrzeugführer sowie die 23-jährige Beifahrerin im VW Polo wurden schwer verletzt. Die B76 war zwei Stunden lang voll gesperrt.
Zuvor hatten glatte Straßen am Morgen in Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg für 15 Unfälle gesorgt. Mehrere Personen wurden dabei verletzt.
Folgenschwer endete bereits am frühen Morgen eine nächtliche Fahrt für den Fahrer und Beifahrer in einem Maserati östlich von Hamburg. Ein 23-jähriger aus Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) fuhr nach Polizeiangaben seinen 63-jährigen Bekannten mit dem Luxuswagen nach Hause. Auf der B207 zwischen Kröppelshagen-Fahrendorf und Dassendorf kam er von der Fahrbahn ab, rutschte mit dem Wagen über die Gegenfahrbahn in den Graben und streifte dort einen Baum. Die beiden Männer mussten von der Feuerwehr befreit werden. Der 63-jährige erlitt schwere, der Fahrer leichte Verletzungen. Der Maserati trug laut Polizei einen Totalschaden von etwa 30.000 Euro davon.

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