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Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel : Schleusen-Neubau: Frist für Baufirmen verlängert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

An den maroden Kanalschleusen in Brunsbüttel läuft der Probebetrieb. Nächste Woche kann die Südkammer wieder geöffnet werden - dann wird die Nordkammer repariert. Die alten Schleusen müssen bis zum Jahr 2022 halten.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 07:31 Uhr

Brunsbüttel | Die 15 Millionen teure Sanierung der Kanalschleusen in Brunsbüttel macht Fortschritte, die Arbeiten an der großen Südkammer sind abgeschlossen. „Es läuft jetzt der Probebetrieb, alles sieht gut aus“, berichtet Thomas Fischer, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), der damit rechnet, dass der Probetrieb in dieser Woche beendet wird und in der kommenden Woche die Nordkammer gesperrt werden kann. Denn auch die große Nordkammer ist ein Sanierungsfall. Die Schienen, auf denen die Tore laufen, müssen erneuert werden, ebenso sind Betonarbeiten nötig. Geplant ist, diese Arbeiten bis Ende des Jahres abzuschließen. „Wenn das Wetter mitspielt“, schränkt Fischer ein. Bis dahin müssen die Kapitäne großer Pötte geduldig sein, es wird immer mal wieder zu längeren Wartezeiten kommen. Fischer: „Manchmal bis zu zehn Stunden.“ Übrigens: Die großen Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals werden im nächsten Jahr 100 Jahre alt. In Brunsbüttel wie auch in Kiel-Holtenau wurden die damals größten Schleusen der Welt 1914 feierlich in Betrieb genommen.

Ziel des WSA ist es, die beiden großen Schleusen in Brunsbüttel so fit zu machen, dass sie ohne große Ausfälle bis zur Inbetriebnahme der geplanten dritten Großschleuse durchhalten. Mit der Fertigstellung des 375 Millionen Euro teuren Bauvorhabens rechnen die Planer 2021/2022. Da der Schleusenneubau sehr komplex und aufwendig ist, haben Firmen, die sich an der europaweiten Ausschreibung beteiligen, um eine Verlängerung der Angebotsfrist gebeten. Neuer Submissionstermin ist der 15. Oktober. Die geplante Auftragsvergabe im Frühjahr 2014 soll sich dadurch aber nicht verzögern.

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