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Deutschland-Vergleich : Schleswig-Holsteiner sind die Größten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Was neue Daten aus der amtlichen Statistik über uns verraten – über Körperlänge, Gewicht und Rauchverhalten.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 20:05 Uhr

Berlin/Kiel | Die Schleswig-Holsteiner sind die Größten – jedenfalls in Zentimetern: In keinem anderen Bundesland ist die durchschnittliche Körperlänge der Erwachsenen höher als im nördlichsten. Das geht aus den Daten für das jetzt in Berlin veröffentlichte neue Jahrbuch des Statistischen Bundesamts hervor.

Laut den alle vier Jahre erhobenen Zahlen zu den Körpermaßen der Deutschen messen die Männer in Schleswig-Holstein durchschnittlich 1,80 Meter und damit zwei Zentimeter mehr als der Durchschnitt. Nur die Hamburger Nachbarn sind genauso groß. Auch die Frauen im Norden sind mit 1,66 Metern am größten und übertreffen den Bundesschnitt um immerhin einen Zentimeter.

Nicht verwunderlich ist es daher, dass auch das Gewicht der volljährigen Menschen in Schleswig-Holstein etwas höher ist. Die Männer wiegen 85,8 Kilogramm und damit gleich anderthalb Kilo mehr als im Bundesmittel. Die Frauen dagegen liegen mit 68,6 Kilo nur 200 Gramm über dem Durchschnitt. Der „Body-Mass-Index“, also der Quotient aus dem Gewicht und der quadrierten Körpergröße, mit dem man Übergewicht misst, liegt in Schleswig-Holstein sogar etwas unterhalb des deutschen Mittelwerts – mit einem Wert von 25,8 ist er um 0,1 niedriger. Ab einem Wert von 25 beginnt leichtes Übergewicht, ab 30 starkes.

Besonders ungesund leben die Menschen zwischen Nord- und Ostsee beim Tabakkonsum: 24 Prozent der Über-15-Jährigen rauchen hierzulande regelmäßig – mehr sind es laut amtlicher Statistik nur in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Im Bundesdurchschnitt greifen dagegen lediglich noch 21,5 Prozent häufig zur Zigarette. Wenigstens ist der Trend aber auch in Schleswig-Holstein rückläufig: Ende der Neunziger Jahre qualmten hier noch 27 Prozent regelmäßig.

Weit hinten liegen die Menschen in Schleswig-Holstein auch bei der Geburtenrate: Auf 1000 Einwohner kamen zuletzt nur 7,8 Geburten im Jahr – weniger waren es nur in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und im Saarland. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 8,5 Geburten. Bemerkenswert zudem: Sowohl im Norden wie auch in ganz Deutschland kommt mittlerweile jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Vor zehn Jahren war es nur jedes vierte.

Weitere Fakten über die Schleswig-Holsteiner:

  • - Der Durchschnitts-Schleswig-Holsteiner verdient 18,51 Euro in der Stunde – 1,51 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt.
  • - Jeder Vierte (28 Prozent) im Land ist in einem Sportverein.
  • - Offiziell in einem Chor singt hingegen nur gut jeder 250. Norddeutsche (0,38 Prozent).
  • - Jeder Schleswig-Holsteiner trinkt 89 Liter Bier im Jahr.
  • - Erwerbstätige sind im Schnitt 16,1 Tage im Jahr krankgeschrieben.
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