Bevölkerung : Schleswig-Holstein wächst

Foto: Staudt / grafikfoto.de
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Genau 3119 Menschen mehr als im Jahr zuvor wohnten Ende 2007 im nördlichsten Bundesland. Damit ist Schleswig-Holstein eines der fünf Länder, die gewachsen sind.

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20. Juli 2008, 04:31 Uhr

Um 0,1 Prozent ist die Bevölkerungszahl in Schleswig-Holstein 2007 gewachsen, teilte das Statistikamt Nord mit. Zum Jahreswechsel lebten daher genau 2.837.373 Menschen im nördlichsten Bundesland. Nur vier weitere Bundesländer konnten diesen Wachstumstrend verzeichnen: Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. In der Hansestadt stieg die Bevölkerungszahl auf 1.762.951 Personen.
Genau 22.961 Geburten wurden 2007 in Schleswig-Holstein gezählt, 29.934 Menschen starben. Das bedeutet einen Bevölkerungsrückgang von 6973 Menschen. Gegenüber 2006 erhöhte sich zwar die Zahl der Neugeborenen erstmals seit 1998 wieder (um 275 oder 1,2 Prozent), die der Sterbefälle stieg jedoch auch um 119 Fälle oder 0,4 Prozent.
Der Einwohnerverlust aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung wurde aber durch Zuzüge mehr als ausgeglichen: 73.871 Personen zogen in den Norden, 63.641 Menschen zogen fort. Das ist ein Zugewinn von 10.230 Personen.
Schwund ab 2011
Nach der Bevölkerungsprognose des Statistikamtes vom Januar wird dieses Bevölkerungswachstum noch einige Jahre anhalten. Für 2011 rechnet das Amt mit dem Maximum. Dann werden 2,841 Millionen Menschen in Schleswig-Holstein leben, berechneten die Statistiker. Danach werde ein kontinuierlicher Bevölkerungsschwund einsetzen: 2020 werden nur noch 2,805 Millionen Menschen im Norden leben, 2025 nur noch 2,764 Millionen. Das würde dann einem Rückgang von 2,5 Prozent bzw. 70.000 Personen gegenüber 2006 entsprechen.
Die Ursachen dieser Entwicklung macht das Statistikamt in der steigenden Zahl der Sterbefälle sowie in der sinkenden zahl der Zuzüge nach Schleswig-Holstein aus. Auch nach 2025 werde sich dieser Trend fortsetzen, prognostizieren die Statistiker. Grund: Die Angehörigen der geburtenstarken Jahrgänge der 60-er Jahre des 20. Jahrhunderts kommen dann auch sukzessive in ein Alter erhöhter Sterblichkeit. Die jährliche Zahl der Sterbefälle werde dann - trotz steigender Lebenserwartung - weiter zunehmen.

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