Brunsbüttel : Schiffskollision auf der Elbe

Bei einem Wendemanöver auf der Elbe vor Brunsbüttel hat ein Frachter ein ankerndes Schiff gerammt. Menschen wurden nicht verletzt.

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04. Januar 2012, 09:49 Uhr

Brunsbüttel | Um 0.35 Uhr in der Nacht zum Dienstag habe die 89 Meter lange MS "Kaie" versucht, auf der Nord-West-Reede etwa hundert Meter vom Land entfernt vor Anker zu gehen, teilte die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel mit. Dabei sei das Schiff durch den Flutstrom mit dem Heck gegen die bereits ankernde "Alteland" gedrückt worden. Das RoRo-Schiff (Antigua & Barbuda) ist 114 Meter lang. Es entstand Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Die Umwelt sei nicht belastet worden.
Den Angaben zufolge geriet die unter der Flagge Maltas fahrende "Kaie" mit ihrer Schiffsschraube in die Ankerkette der "Alteland". Die Kette musste gekappt werden. Das RoRo-Schiff konnte in den Nord-Ostsee-Kanal einlaufen und nach einer Überprüfung eine Werft in Kiel anlaufen. Das Schiff hat ein etwa 30 mal 30 Zentimeter großes Loch ca. 2,5 Meter oberhalb der Wasserlinie.
Die "Kaie" lag am Dienstag weiter auf der Nord-West-Reede vor Anker. Es gelang zunächst nicht, das Schiff aus der Ankerkette zu befreien. Wegen des Sturms am Dienstag sei der dafür notwendige Einsatz von Tauchern nicht möglich, erläuterte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Es müsse das nächste Niedrigwasser abgewartet werden. Die Sicherheit des Schiffs sei nicht gefährdet.

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