Hürth bei Köln : RWE stoppt Bau von CCS-Kraftwerk

CO2-Gegner können einen Erfolg verbuchen: Der Energiekonzern RWE hat die Pläne für das Braunkohlewerk in Hürth bei Köln zunächst gestoppt.

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14. November 2009, 09:52 Uhr

Flensburg | Das zwei Millionen Euro teure Braunkohlekraftwerk galt als Pilotanlage für eine neue Technologie, bei der große Teile des Kohlendioxids (CO2) aus dem Rauch abgeschieden werden. Das abgetrennte CO2 sollte durch eine Pipeline nach Schleswig-Holstein geleitet werden, um es hier in unterirdischen Speichern zu lagern.
"Zwei kritische Punkte haben uns dazu veranlasst, erstmal Tempo aus den Planungen zu nehmen: Die noch fehlenden gesetzlichen Grundlagen und der Bürgerprotest hinsichtlich der CO2-Lagerung", so eine RWE-Sprecherin gestern. In Schleswig-Holstein hatten in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Menschen gegen ein CO2- Endlager protestiert. Hier will der Energiekonzern künftig noch mehr Überzeugungsarbeit leisten.

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