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Klaus-Heinrich Just : Rentner tot am Nord-Ostsee-Kanal gefunden

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Bei der am Nord-Ostsee-Kanal bei Neuwittenbek gefundenen Leiche handelt es sich um Klaus-Heinrich Just aus Kiel. Der Rentner war vor fast drei Wochen verschwunden.

Neuwittenbek | Die Leiche, die am Dienstagabend in der Nähe der alten Levensauer Hochbrücke gefunden wurde, ist der seit Anfang Oktober vermisste Klaus-Heinrich Just aus Kiel. Das teilten die Kieler Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwochnachmittag mit. Klarheit brachte ein DNA-Test. Am Mittwochvormittag war zunächst noch unklar, ob es sich tatsächlich um den 82-jährigen Vermissten handelt. Todesursache und Todeszeitpunkt stünden auch weiterhin noch nicht fest, so die Kieler Staatsanwaltschaft und Polizei.

Die Leiche lag in der Uferböschung der nördlichen Kanalseite nahe der Levensauer Hochbrücke – nur etwa sechs Kilometer von Kiel-Suchsdorf entfernt, wo am 4. Oktober der Rentner Klaus-Heinrich Just verschwand. Ein Passant, der als sogenannter Geocacher quasi auf elektronischer Schnitzeljagd per GPS war, hatte den im Unterholz versteckten Toten zufällig entdeckt und am Dienstagabend kurz vor 18 Uhr die Polizei alarmiert. Der Leichnam zeigte bereits Verwesungszeichen.

Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Ein 45-jähriger Mann aus dem Umfeld des Rentners sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Seine Frau arbeitete als Haushaltshilfe für den Rentner. Der Inhaftierte ist laut Polizei unter anderem wegen Diebstahls vorbestraft, nicht aber wegen Gewaltdelikten. Der 45-Jährige soll nach dem Verschwinden des Rentners mit dessen EC-Karte in Kiel, in Burglengenfeld in Bayern und in Alsleben in Sachsen-Anhalt Geld abgehoben haben.

Vor einer Woche hatte die Polizei Hilfe in dem Vermisstenfall durch die Fernsehzuschauer gesucht. Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ erhielten die Ermittler mehr als 50 Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet. Mehr als 20 Beamte der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Kiel sind mit dem Fall befasst. Bei der Suche nach dem Rentner wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt – ohne Erfolg.

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erstellt am 23.10.2013 | 16:30 Uhr

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