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Seehundstation Friedrichskoog : Rekord in SH: Mehr als 200 Seehunde aufgenommen

vom

207 Jungtiere wurden in diesem Jahr bereits in der Seehundstation Friedrichskoog aufgepäppelt – schon jetzt mehr als in 2013.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2014 | 13:47 Uhr

Friedrichskoog | Heuler-Rekord in Schleswig-Holstein: In der Seehundstation Friedrichskoog sind in diesem Jahr aktuell 207 Seehund-Waisen aufgenommen worden. Das sind bereits jetzt rund zehn Prozent mehr als im gesamten Vorjahr, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger am Montag. 2013 seien insgesamt 187 Seehundwelpen eingezogen, von denen 160 erfolgreich ausgewildert werden konnten.

Rosenberger hofft, Ende dieser Woche die ersten jungen Seehunde zurück zu ihren Artgenossen bringen zu können. Dafür müssen sie sich ein Mindestgewicht von 25 Kilogramm angefuttert haben und völlig gesund sein, sagte die Biologin. Normalerweise wird ein Seehundbaby nach der Geburt rund fünf Wochen lang gesäugt. Danach ist es alt genug, um selber für Nahrung sorgen zu können, wie Rosenberger erklärte. Zwischendurch lässt die Mutter ihren Nachwuchs jedoch auch immer wieder über Stunden allein, um auf Nahrungssuche zu gehen. Seehundbabys rufen auch dann nach ihrer Mutter, sind jedoch keine „Heuler“.

Als Heuler werden nur jene Robbenbabys bezeichnet, die dauerhaft den Kontakt zu ihrer Mutter verloren haben. Das kann viele Ursachen haben: unter anderem, wenn das Seehundbaby krank oder verletzt ist und daher von der Mutter verlassen wurde, wenn die Mutter gestorben ist oder das Jungtier durch einen Sturm von ihr getrennt wurde.

Die Seehundstation wurde vor 29 Jahren unter der Trägerschaft des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein gegründet. Seitdem wurden hier knapp 1500 Seehunde aufgenommen und versorgt, sagte Rosenberger. Neben der Betreuung von „Heulern“ und verletzten Seehundenn sowie der Bergung toter Seehunde und Schweinswale zählen auch die Informations- und Aufklärungsarbeit zu den Aufgaben der Seehundstation.

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