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Kontrolle vor dänischer Grenze : Reisebus mit 85 Flüchtlingen gestoppt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

30 Kinder und 55 Erwachsene ohne Papiere auf dem Weg nach Skandinavien: Die Bundespolizei Flensburg stoppt ihre Fahrt kurz vor der dänischen Grenze. So viele Menschen stellen die Beamten vor logistische Herausforderungen.

Flensburg | In der Nacht zu Samstag hat die Flensburger Bundespolizei bei einer Kontrolle auf der Autobahn 7 kurz vor der dänischen Grenze einen italienischen Reisbus mit 85 Flüchtlingen, vermutlich aus Syrien aufgegriffen. Die Beamten zogen den Doppeldecker-Reisebus gegen 3.30 auf den Parkplatz Altholzkrug um die Insassen zu kontrollieren. Schnell stellte sich heraus, dass dies ein Volltreffer war. In dem Bus befanden sich 85 Personen, darunter gut 30 Kinder, auch viele Kleinkinder.

Die verhältnismäßig hohe Zahl an Flüchtlingen stellte die Bundespolizei vor eine große logistische Herausforderung. Um die Personen, sowie den Bus genau zu kontrollieren und die Insassen Erkennungsdienstlich behandeln zu lassen, wurden die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk aus Flensburg alarmiert, die ihre Liegenschaften für diesen Einsatz zur Verfügung stellten. Seit den frühen Morgenstunden ist das Gelände des THW von der Bundespolizei abgeriegelt, Feldbetten und Verpflegung wurden organisiert, die Flüchtlinge und besonders die Kinder werden dort betreut.

Nach und nach sollen die Personen nun auf der Dienststelle der Bundespolizei befragt und überprüft werden. "Aufgrund der begrenzten Kapazitäten kann dies nur in Kleingruppen geschehen“, sagt Hanspeter Schwartz von der Bundespolizei Flensburg. Wie es nun weitergehen wird ist noch unklar. "Mit 85 aufgegriffenen Personen handelt es sich meines Wissens nach um den größten Aufgriff in Schleswig-Holstein“, so Schwartz weiter. "Geprüft wird nun, wo wir die Personen unterbringen. Möglicherweise wird der Einsatz hier in Flensburg noch bis zum Sonntag andauern.“

Die 85 Flüchtlinge ohne Ausweise waren vermutlich auf dem Weg von Italien in Richtung Skandinavien, Deutschland sollte nur der Durchreise dienen. Kurz vor der dänischen Grenze war dann Schluss. Nach Auskunft der Bundespolizei werden nun auch die drei Busfahrer befragt.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 09:41 Uhr

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