ADAC-Test : Raststätte "Trave" liegt im Mittelfeld

Deutschlands beste Raststätte Recknitz-Niederung an der A19 in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: dpa
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Deutschlands beste Raststätte Recknitz-Niederung an der A19 in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: dpa

Der ADAC hat bundesweit 50 Raststätten und Autohöfe getestet. Der einzige in Schleswig-Holstein getestete Rastplatz - "Trave" an der A1 - liegt im Mittelfeld.

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22. Juli 2011, 08:39 Uhr

Die Raststätte Recknitz-Niederung (West) an der A19 in Mecklenburg-Vorpommern hat bei einem ADAC-Test am besten abgeschnitten. Als einzige der 50 getesteten, deutschen Autobahnraststätten und Autohöfe bekam sie die Bewertung "sehr gut", wie der ADAC mitteilte. Sie überzeuge mit einer gepflegten Außenanlage, leckerem Essen, einem schönen Kinderspielplatz und hervorragenden Hygienewerten. Testverlierer ist der Autohof Löbichau an der A4 in Thüringen. Er wurde mit "mangelhaft" bewertet. Grund waren unter anderem verschmutzte Toiletten und eine "mäßige Gastronomie".
Als einzige Rastanlage in Schleswig-Holstein wurde die Raststätte "Trave" an der A1 im Kreis Stormarn getestet. Die Anlage zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe wurde mit ausreichend bewertet. Positiv fiel den Testern ein reichhaltiges Angebot an warmen, appetitlichen Speisen auf - negativ allerdings ein geringes Angebot kalter Speisen. Die Toiletten sind optisch sauber, der Baby-Wickelraum ist mit Papierrolle und Töpfchen ausgestattet. Der Shop bietet ein umfangreiches, wenn auch teures Warenangebot. "Das Personal ist adrett gekleidet, freundlich und hilfsbereit", heißt es im Testbericht.
Zigarettengeruch auf den Toiletten
Bemängelt werden nicht eindeutig beschilderte Vorfahrten, ein fehlender Kinderspielplatz im Außenbereich und eine fehlende Kinderspielecke im Innenbereich. Beim ersten ihrer beiden Tests stellten die Prüfer Zigarettengeruch in den Toiletten fest. Die Türklinken der Damen-Toilette hatten einen schlechten Hygienewert.
Grundlage des Rastanlagentests waren den Angaben nach die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie mit Kleinkind. Jede Anlage wurde zwei Mal ohne Voranmeldung von unterschiedlichen Testern besucht. Im Kreis Stormarn waren die Tester am 28. März und 1. April.
Autohöfe günstiger, Raststätten kinderfreundlicher
Dabei stellten die Tester einige grundlegende Unterschiede zwischen Autohöfen und Raststätten fest: Raststätten sind demnach meist teurer. Mitunter seien die Preise für Essen, Getränke oder Artikel in den Shops doppelt so hoch oder noch höher. Allerdings seien Raststätten in der Regel kinderfreundlicher. Dort gebe es häufiger Spielplätze, Spielecken und Picknickplätze.
Getestet wurden 50 Autobahnraststätten und Autohöfe an den Hauptreiserouten in Deutschland. Nur eine Rastanlage konnte ein "sehr gut" erzielen. 24 Mal wurde mit "gut" bewertet, 23 Mal mit "ausreichend", zwei Mal mit "mangelhaft".
Folgende Kriterien waren für die Bewertung ausschlaggebend: Außenanlage, Hygiene, Verkehrsgestaltung, Service, Gastronomie, Shop, Familienfreundlichkeit, Sanitäranlagen und Preise. Autohöfe und Raststätten unterscheiden sich durch ihre Erreichbarkeit. Raststätten liegen direkt an der Autobahn, Autohöfe nicht.
(dapd, shz)

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