Pulpause : Ramadan für deutsche Krabbenfischer

Norddeutsche Krabbenfischer legen eine Fangpause zum Ramadan ein. Nicht weil sie alle konvertiert sind, sondern weil die Krabben in Marokko nicht gepult werden.

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17. August 2011, 08:13 Uhr

Hamburg | Die deutschen Krabbenfischer müssen eine Woche Zwangspause machen, weil im islamischen Fastenmonat Ramadan in Marokko zeitweise keine Krabben gepult werden. Das habe die holländische Firma Heiploeg mitgeteilt, die rund drei Viertel des Fangs der deutschen Krabbenfischer abnimmt, sagte Andre Hamann, der Vorsitzende der Sparte Krabbenfischerei im Landesfischereiverband Schleswig-Holstein. Die Krabben werden nach dem Fang per Lkw nach Marokko transportiert, dort geschält und zu den Abnehmern gebracht. Zudem sei der Krabben-Preis wieder auf 2,50 Euro je Kilo gefallen, obgleich die Fischer ihre Fangmengen bereits reduziert hatten. Die Fischer brauchen nach eigener Einschätzung drei Euro je Kilo, um ihre Kosten zu decken. Im Frühjahr hatten sie vier Wochen gestreikt, nachdem die niederländischen Großhändler den Kilopreis auf 1,29 Euro drücken wollten. "Der Existenzkampf geht weiter", sagte Hamann.
(dpa, shz)

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