B200 in Wanderup : Rätselhafte Spur - Konservierungsmittel ausgelaufen

Feuerwehrleute sperren die Kreuzung der B200 bei Haurup-Hoffnung ab. Foto: Iwersen
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Feuerwehrleute sperren die Kreuzung der B200 bei Haurup-Hoffnung ab. Foto: Iwersen

Eine stark nach Essig riechende Flüssigkeit hat sich auf der B200 bei Wanderup verteilt. Die Straße war gesperrt.

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08. September 2012, 11:26 Uhr

Wanderup | Es war zunächst nur eine Pfütze an der Kreuzung B200/L12. Nachdem aber mehrere Autos hindurch gefahren sind, zog sich die Flüssigkeit knapp einen Kilometer von der Kreuzung bis zum Ortskern Wanderups. Die Bundesstraße im Kreis Schleswig-Flensburg war deshalb zwischen Haurup-Hoffnung und Wanderup stundenlang gesperrt.
Die Anwohner und die Feuerwehr rätselten lange, was sich da auf der Straße verteilt hat, vermuteten gefährliche Säuren. Am Nachmittag kam die Entwarnung: Ein Fahrzeug aus Nordfriesland hatte ein Mittel zur Tierfutterkonservierung geladen. Da ein Hahn nicht richtig verschlossen war, tropfte besonders in Kurven immer wieder etwas von der stark konzentrierten Flüssigkeit namens "Schaumasil Supra" heraus.
Rätselraten um Schaumasil

Am frühen Nachmittag war noch nicht klar, worum es sich handeln könnte. Die Gefahrgut-Experten gingen von einer stark gesättigten Säure aus, ohne sie näher identifizieren zu können. "Von einer Reinigungsflüssigkeit bis hin zu einer giftigen Chemikalie ist alles möglich", sagte Einsatzleiter Jan Breuer am Mittag.
Die Pfütze auf der B200 ist mit einem speziellen Bindemittel abgestreut worden. Gefahr durch die Flüssigkeit bestand nicht.
Aufmerksam wurde die Feuerwehr auf die Spur, nachdem ein Motorradfahrer ins Rutschen kam und 112 wählte. Er blieb unverletzt.

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