Vollsperrung zwischen Jagel und Owschlag aufgehoben : Putenlaster auf A7 verunglückt - fast 1000 Tiere tot

Jedes Tier muss separat von zwei Feuerwehrleuten zum Ersatz-Transporter gebracht werden. Foto: Friederichs
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Jedes Tier muss separat von zwei Feuerwehrleuten zum Ersatz-Transporter gebracht werden. Foto: Friederichs

Zwischen Jagel und Owschlag ist am Freitag ein Geflügellaster umgekippt. Die A7 war voll gesperrt. 900 der 1000 Puten in dem Lkw kamen ums Leben oder wurden notgetötet.

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08. Juli 2012, 10:38 Uhr

Schleswig | Nichts ging mehr auf der A7 zwischen Jagel und Owschlag: Gegen 5 Uhr am Freitagmorgen ist ein Geflügellaster auf seiner Fahrt in Richtung Süden von der Autobahn abgekommen und in den Graben gefahren. Der Lkw kippte dabei aufs Dach, der Fahrer (68) und sein Beifahrer (52) wurden leicht verletzt.
Die Männer hatten 1000 Puten geladen, von denen 30 nach dem Unfall aus dem Lkw entkamen. "Sie warten derzeit als Schwarm beim Lkw auf das Umverladen", teilte Polizeisprecherin Martina Bräuer um 8.40 Uhr mit.
900 Tiere überlebten den Unfall nicht
Jedes einzelne der 25 Kilo schweren Tiere musste von einem Tierarzt begutachtet und von Feuerwehrleuten in einen anderen Transporter gebracht werden. 700 Puten waren durch den Unfall bereits verendet, weitere 200 wurden in einem Container auf Anordnung eines Veterinärs notgeschlachtet. "Das wurde recht diskret erledigt, auf die Fahrbahn kam kein Blut", sagte Havariekommissar Norbert Henning.
Die Autobahn in Richtung Norden wurde gegen 9 Uhr wieder freigegeben, die Sperrung in Richtung Süden dauerte bis kurz nach 14 Uhr. Autofahrer sollten ab der Anschlussstelle Tarp die Umleitungsstrecken nutzen.

Der Schaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Beamte vom Polizei-Autobahnrevier Schleswig führen die Ermittlungen zur Unfallursache. Unter anderem sicherten sie die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers und werten diese aus. Der Transporter sollte die Puten zu einem Schlachthof im niedersächsischen Ahlhorn (Landkreis Oldenburg) bringen.

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