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IGS Brachenfeld : Prostituierte vor Neumünsteraner Schule - Leiterin erteilt Hausverbot

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Drei rumänische Prostituierte sorgen in Neumünster seit Wochen für Aufregung. Sie gingen direkt am Südfriedhof ihrem Gewerbe nach, nun haben sie ihren Standort gewechselt und halten sich direkt vor der Gemeinschaftsschule auf.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 17:54 Uhr

Neumünster | Die Prostituierten an der Plöner Straße haben seit dem Wochenende ihren Standort gewechselt und halten sich nun nicht mehr direkt am Südfriedhof, sondern an der Bushaltestelle vor dem Parkplatz der IGS Brachenfeld auf. Diese Beobachtungen von Anwohnern bestätigten gestern Polizeisprecher Rainer Wetzel und die Leiterin der IGS, Silke Rohwer.

„Das geht so gar nicht. Diesen Zustand werden wir nicht tolerieren“, erklärte Silke Rohwer. Die Schule habe eine Fürsorgepflicht gegenüber den Schülern und müsse auf den Jugendschutz achten. „Da können wir nicht akzeptieren, dass in unseren Grünanlagen benutzte Kondome und Tampons liegen“, sagte sie. Deshalb setzt nun auch die IGS ihr Hausrecht gegen die drei rumänischen Prostituierten durch. Diesen Schritt hatte zuvor schon die Kirche für den Südfriedhof und den dazugehörigen Parkplatz unternommen (der Courier berichtete). Die Mutter einer Schülerin begrüßte gestern das Hausverbot: „Es finden auch abends viele Veranstaltungen in der Schule statt. Da kann es für die Kinder und Jugendlichen auch gefährlich werden, wenn sie in diese Szene geraten“, sagte sie.

Die Polizei kennt die neue Lage, hat aber laut Rainer Wetzel nach wie vor keine Handhabe einzuschreiten, solange keine Straftaten vorliegen. „Wir wissen um den neuen Zustand und fahren in diesen Tagen wieder verstärkt Kontrolle“, erklärte er. Ziel sei es, die Frauen zu beobachten und weitere Erkenntnisse über sie und gegebenenfalls die Hintermänner zu sammeln. „Allerdings sind uns die Hände gebunden. Hier ist die Stadt gefordert, eine Lösung des Problems zu finden“, sagte Wetzel. Denn: Selbst wenn die Prostituierten trotz des Hausverbots auf dem Schulgelände von Polizisten angetroffen werden, können diese lediglich einen Platzverweis aussprechen. „Auf der öffentlichen Straße aber dürfen sich die Frauen aufhalten“, so Wetzel.

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