Einsatz auf der Elbe : Polizei rettet Seemann vor dem Ertrinken

Zwölf Minuten trieb er im kalten Elbwasser - dann wurde ein 24-jähriger Seemann gerettet. Warum er über Bord ging, wird noch ermittelt.

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20. November 2008, 06:52 Uhr

Dienstagnachmittag, 15 Uhr auf der Elbe vor Altenbruch (Cuxhaven): Ein 24-jähriger Seemann des Massengutfrachters "Castillo des Simancas" fällt vom Deck über Bord. Der Seelotse alarmiert umgehend die Rettungskräfte, Wasserschutzpolizei und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rücken zur Suchaktion aus - mit fünf Schiffen und einem Tauchboot. Die Verkehrszentrale Cuxhaven fordert die anderen Schiffe auf, verstärkt Ausschau zu halten.
Es dauert nur zwölf Minuten, bis Wasserschutzpolizisten aus Hamburg den Verunglückten sehen. Er treibt mit einem Rettungsring im Wasser. Ansprechbar, aber stark unterkühlt und geschwächt wird der junge Mann an Bord des Funkstreifenboots "Bürgermeister Brauer" gezogen und vom Notarzt behandelt. "Der aus Honduras stammende Seemann wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr", sagt Polizeisprecher Andreas Schöpflin.
Warum der 24-Jährige über Bord ging, werde noch ermittelt. Anzeichen auf Fremdverschulden gibt es laut Schöpflin nicht. Der Frachter unter der Flagge der Bahamas setzte seine Reise nach Brasilien fort.

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