Toter in Hamburg : Polizei geht von Verbrechen aus

Die Polizei fand heraus: Der Jugendliche wurde nicht am Fundort getötet. Foto: dpa
Die Polizei fand heraus: Der Jugendliche wurde nicht am Fundort getötet. Foto: dpa

Der angezündete Jugendliche aus Hamburg war so sehr verbrannt, dass die Todesursache noch nicht geklärt ist. Die Mordkommission sucht jetzt nach Zeugen.

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18. April 2008, 04:26 Uhr

Der am Mittwoch in Hamburg-Billwerder entdeckte verbrannte 17-Jährige ist nach den Ermittlungen der Polizei sehr wahrscheinlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Einen Selbstmord schließen die Ermittler eher aus, sagte eine Polizeisprecherin. Die Mordkommission geht davon aus, dass der Jugendliche erst getötet, anschließend auf die Bauschuttdeponie in Billwerder gebracht und dort verbrannt wurde. Die genaue Todesursache konnte jedoch aufgrund der starken Verbrennungen nicht festgestellt werden.
Am Donnerstagabend stellte die Polizei den Wagen eines Bekannten des Opfers sicher. Ein Leichenspürhund hatte an dem Fahrzeug angeschlagen. Das Institut für Rechtsmedizin untersucht den Leichnam des 17-Jährigen. Wegen der starken Verbrennungen konnten die Mediziner die Todesursache noch nicht feststellen. Sie erhoffen sich nun Hinweise durch feingewebliche Untersuchungen. Diese werden aber laut Polizeiangaben mehrere Wochen dauern. Im Zuge der Ermittlungen überprüfte die Polizei am Donnerstag mehrere Fahrzeuge von Bekannten des Jungen. Ein Wagen der Marke BMW wird weiter untersucht, nachdem ein Leichenspürhund dort angeschlagen hatte. Ergebnisse dieser Untersuchungen lagen zunächst noch keine vor.


Weiterhin bittet die Mordkommission um die Mithilfe der Bevölkerung. Wer hat das Opfer am Dienstagabend nach 17.30 Uhr noch gesehen und kann Hinweise auf mögliche Begleitpersonen oder Fahrzeuge geben? Der 17-Jährige war 1,95 Meter groß und sehr schlank. Er trug zuletzt einen schwarzen Anorak mit weißem "Nike"-Emblem im Rückenbereich, einen schwarzen Pullover, blaue Baggy-Jeans und schwarze Turnschuhe. Außerdem hatte er seinen schwarzen "Eastpak"-Rucksack dabei. Zeugen haben am Dienstagabend gegen 20 oder 21 Uhr im Bereich des späteren Leichenfundortes mehrere Fahrzeuge beobachtet, unter anderem einen VW-Passat Kombi, einen roten Peugeot oder Polo sowie ein drittes, nicht näher beschriebenes Fahrzeug. Die Fahrer dieser Pkw haben vielleicht wichtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht und werden gebeten, sich mit dem Landeskriminalamt unter der Nummer 04286-56789 in Verbindung zu setzen.

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