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Nach Einbrüchen in SH : Polizei fragt: Wem gehört dieses Diebesgut?

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Aus der Onlineredaktion

Die Polizei hat bei mutmaßlichen Tätern seit 2015 viele Beutestücke gefunden und präsentiert nun mehr als 900 Objekte im Internet.

Kiel | 1900 Schleswig-Holsteiner haben Post von der Polizei bekommen – aber nicht weil sie etwas verbrochen haben. Im Gegenteil: Bei ihnen wurde eingebrochen. Die Polizei hat nun das Diebesgut sichergestellt und veröffentlicht Fotos im Internet. Es handle sich um Schmuck, Fotoapparate oder andere Gegenstände, die bei festgenommenen mutmaßlichen Tätern gefunden worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Freitag in Kiel.

Einbrüche sind in Schleswig-Holstein ein großes Problem. Erst kürzlich wurde dies durch die Krimalstatistik belegt.

Das gezeigte Diebesgut sei seit 2015 bei verschiedenen Einbrechern oder Einbrechergruppen sichergestellt worden. Auf 324 Seiten listet die Polizei die Gegenstände auf - mal sind sie groß, mal klein, mal wertvoll, mal preiswert.

Unter den gefundenen Gegenständen waren auch Waffen.
Unter den gefundenen Gegenständen waren auch Waffen. Foto: Polizei SH
Auch kleine Dinge wurden erbeutet.
Auch kleine Dinge wurden erbeutet. Foto: Polizei SH

 

Eine Zigarrenkiste.
Eine Zigarrenkiste. Foto: Polizei SH
Welcher Fotograf vermisst seine Spiegelreflexkamera?

Welcher Fotograf vermisst seine Spiegelreflexkamera?

Foto: Polizei SH
 

Hier sind alle Fotos veröffentlicht.

Bei einer Identifizierung können Geschädigte mit der Polizei Kontakt aufnehmen (0431/160-3222 oder 0431/160-3333).

Angeschrieben wurden Geschädigte von Einbrüchen seit Januar 2015 im Bereich Kiel/Neumünster/Rendsburg/Plön. „Die Ermittler hoffen, durch die Identifikation von Stehlgut durch Geschädigte weitere Taten aufklären zu können“, teilten die Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Zu den mutmaßlichen Tätern gehörten ebenso deutsche wie albanische Staatsangehörige.

Eine albanische Bande soll zahlreiche Einbrüche verübt haben. Im Januar 2016 hatte die Polizei fünf Albaner nach Einbrüchen in Friedrichsort und Altenholz bei Kiel festgenommen. Die fünf Männer zwischen 19 und 35 Jahren sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die meisten Tatverdächtigen lebten in einer Asylbewerberunterkunft im Kreis Plön.

Die Bande soll nach den Ermittlungen seit Herbst 2015 im Großraum Kiel/Plön/Rendsburg/Neumünster insbesondere in Einfamilienhäuser eingebrochen sein. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Taten im Kieler Norden (Friedrichsort, Altenholz, Pries). Die Verfahren gegen die Bandenmitglieder stünden kurz vor dem Abschluss oder seien bereits abgeschlossen. Gegen die Männer sollen Anklagen erhoben werden, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Bei Durchsuchungsmaßnahmen und den Festnahmen der Tatverdächtigen war umfangreiches weiteres mutmaßliches Stehlgut aus Einbruchsdiebstählen gefunden worden.

 

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erstellt am 11.Mär.2016 | 16:06 Uhr

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