Bundesvision Song Contest : Platz sechs für Panik bei Raab

Es hätte schlimmer ausgehen können: 75 Punkte ergatterte die Neumünsteraner Band Panik gestern Abend beim Bundesvision Song Contest in Hannover. Damit landeten sie auf dem sechsten Platz. Sieger wurden Subway to Sally aus Brandenburg.

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15. Februar 2008, 05:50 Uhr

Der Titel "Auf Kiel" schlug ein beim Publikum: 147 Punkte räumte die Brandenburger Gothic-Rockband Subway to Sally gestern Abend ab. Mit mittelalterlichen Instrumenten mimten sie einen Sturm um ein Schiff - mit dem sie direkt ins Meer des Sieges segelten. Die siebenköpfige Gruppe aus Potsdam erreichte beim Grand Prix der Bundesländer am Ende nur einen Punkt mehr als der 27-jährige Clueso aus Thüringen. "So spannend wie heute war es noch nie", sagte Raab nach der mehr als dreistündigen Show.
Panik aus Neumünster fragten: "Was würdest du tun?" und zeigten ihre Mischung aus Hip Hop und Rock. Damit begeisterten sie das Publikum noch mehr als Culcha Candela. Ihre "Chica" tanzte sich mit 65 Punkten auf den siebten Platz. Noch weiter abgeschlagen platzierten sich die Hitparaden-Größen wie Schmusesänger Laith Al-Deen (46 Punkte, Platz 9), Sportfreunde Stiller (32 Punkte, Platz 10) oder das Bo (19 Punkte, Platz 12).
Volle Punktzahl aus der Heimat
Die Schleswig-Holsteiner haben die sechs Jungs aus Neumünster selbstredend unterstützt. Aus dem Flensburger "Max", wo die "Grand-Prix-Party" stieg, gab es zwölf Punkte.
Der zweitplatzierte Clueso war für viele der Zuschauer in Hannover so etwas wie der Meister der Herzen. Bei seinem Popsong "Keinen Zentimeter" ließ er sich von einem klassischen Orchester begleiten. Der Erfurter bekam nicht nur Applaus von seinen mitgereisten Anhängern, sondern auch aus allen anderen Fanblöcken. Für den Sänger könnte Raabs Bandwettbewerb ein weiteres Sprungbrett sein. Prominente Unterstützer hat er: Zuletzt war er mit Herbert Grönemeyer auf Tour.
Raab von Ergebnis der Sportfreunde Stiller überrascht
Ebenfalls überraschend landeten die Gothic Rocker von "Down Below" mit "Sand in meiner Hand" auf dem dritten Rang. Die Band aus Sachsen-Anhalt hatte extra für den Bundesvision Song Contest ihr erstes deutschsprachiges Lied überhaupt aufgenommen. Mit den Plätzen eins bis drei dominierte der Osten bei der vierten Ausgabe des innerdeutschen Grand Prix.
Dass die zuvor hoch gehandelten Sportfreunde Stiller am Ende mit dem Ausgang des Wettbewerbs nichts mehr zu tun hatten, überraschte auch Raab, der von einem "kleinen Favoritensterben" sprach.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) rührte als "Schirmherr" des Wettbewerbs die Werbetrommel für die niedersächsischen Jungs von Madsen. Die Band aus dem Wendland ergatterte entgegen der eigenen Erwartung mit ihrem punkigen "Nachtbaden" am Ende immerhin Platz vier.

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