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"Hansa Marburg" : Piraterie-Zentrum Neustadt hilft bei Befreiung von Hamburger Seeleuten

vom

Vor Monaten wurden die Seeleute an Bord der "Hansa Marburg" mit ihrem Schiff entführt. Auch Dank Hilfe aus Schleswig-Holstein kamen sie jetzt wieder frei.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 11:43 Uhr

Neustadt | Die vor einem Monat vor Westafrika von Piraten entführten Seeleute des Hamburger Containerschiffes "Hansa Marburg" sind wieder frei. Die vier Besatzungsmitglieder seien nach Verhandlungen freigekommen und am Wochenende in Deutschland eingetroffen, teilte die Bundespolizei in Bad Bramstedt mit. Alle vier - der Kapitän, der 2. Offizier, der Leitende Maschinist und ein Bootsmann - seien unverletzt. Nach Angaben der betroffenen Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg sind die Seeleute nach einem Medizin-Check in Frankfurt bereits in ihre Heimatländer weitergereist. "Es geht ihnen gut, wir sind sehr erleichtert, dass unsere Leute das so gut überstanden haben", sagte der Geschäftsführer der Reederei, Christian Rychly. Er dankte den Seeleuten für ihr professionelles Verhalten "in dieser sehr schwierigen Situation".
Details zu den Verhandlungen mit den Kidnappern und ob Lösegeld geflossen ist, wollte Rychly wie zuvor schon die ermittelnde Bundespolizei nicht sagen: "Wir wollen keine Nachahmer auf den Plan rufen." Die Verhandlungen waren maßgeblich über das Pirateriepräventionszentrum der Bundespolizei in Neustadt in Holstein abgewickelt worden. Es stellt Informationen, Risikobewertungen und Verhaltensrichtlinien für die maritime Wirtschaft zum Thema Piraterie bereit. Die betroffenen Crew-Mitglieder stammen aus der Ukraine, Russland und dem Inselstaat Kiribati im Pazifik. Die 175 Meter lange "Hansa Marburg", die unter liberianischer Flagge fährt, war am 22. April im Golf von Guinea angegriffen worden. Tags darauf waren die Kidnapper mit ihren Geiseln von Bord gegangen. Die übrige Besatzung setzte die Fahrt gen Senegal fort.

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