Bertelsmann-Studie : Personalschlüssel in Kitas in SH und Hamburg leicht verbessert

Trotz des Positivtrends liegt der Norden noch unter dem westdeutschen Durchschnitt.

Avatar_shz von
28. August 2017, 10:40 Uhr

Kiel/Hamburg | Die Betreuungssituation in den Krippen Schleswig-Holsteins hat sich einer Studie zufolge nur minimal verbessert. Während im März 2012 ein vollzeittätiger Betreuer noch für vier Mädchen und Jungen verantwortlich war, lag der Wert im März 2016 bei rein rechnerisch 3,8 Kindern, wie die Bertelsmann Stiftung am Montag in Gütersloh mitteilte. In den Kindergärten seien die Fortschritte etwas größer: So kamen 2012 noch 9,1 Kinder auf eine Fachkraft, vier Jahre später sind es 8,7 Kinder.

Trotz der verbesserten Werte liegt das Betreuungsverhältnis im nördlichsten Bundesland laut Studie nach wie vor unter dem westdeutschen Durchschnitt (3,6 in den Krippen und 8,5 in den Kindergärten). Dazu kommt es vor allem bei der Kindergartenbetreuung zu großen Unterschieden zwischen den Landkreisen. Während etwa in Flensburg eine Fachkraft nur 6,1 Kinder im Blick haben muss, schneiden Kindergärten in Kiel mit einer Betreuungsrelation von 1 zu 9,8 schlechter ab. Mit diesem starken Gefälle auf Kreisebene liegt Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Flächenländern im unteren Mittelfeld.

Der Personalschlüssel in Kindergartengruppen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

 

Der Personalschlüssel in Krippengruppen:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

* für Dithmarschen werden laut Bertelsmannstiftung aus Datenschutzgründen keine Werte ausgewiesen.

Auch in Hamburger Krippen und Kindergärten hat sich die Situation leicht gebessert. So war im März 2016 ein Vollzeitbeschäftigter rein rechnerisch für die Betreuung von 5,1 Krippenkindern zuständig. Im März 2012 hatte das Verhältnis noch 1 zu 5,7 betragen. Trotzdem liegt Hamburg damit weit unter dem deutschen Durchschnitt. In den Kindergärten kümmerte sich eine Fachkraft um 9,0 Jungen und Mädchen, 2012 waren es noch 9,4.

Trotz der Verbesserungen ist die Hansestadt nach Angaben der Stiftung nach wie vor weit von „pädagogisch sinnvollen Werten“ entfernt. „Bund und Länder müssen einheitliche Qualitätsstandards umsetzen“, forderte deshalb Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.

Nach Ansicht der Forscher der Bertelsmann-Stiftung ist in Kitas ein Personalschlüssel von 1 zu 3 und im Kindergarten von 1 zu 7,5 ideal.

Spitzenreiter bei der Betreuung ist für alle Altersklassen Baden-Württemberg, Schlusslicht ist bei den jüngeren Kindern Sachsen und bei den älteren Mecklenburg-Vorpommern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen