Meningitis-Verdachtsfälle : Patienten wieder zu Hause

Die fünf neuen Meningitis-Fälle in Marne (Dithmarschen) haben sich nicht bestätigt. Die Schülerinnen sind wieder zu Hause.

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12. März 2011, 09:15 Uhr

Marne | Nach dem Tod des erkrankten Regionalschülers Marcel (16) kamen zwei Schülerinnen (15, 16) mit Verdacht auf eine Gehirnhautentzündung zur Beobachtung ins Krankenhaus (wir berichteten). Am Freitag konnten beide wieder entlassen werden.
Und auch für die drei Erwachsenen, die am Donnerstag stationär aufgenommen wurden, gab es Entwarnung. "Eine Person konnten wir schon am Abend wieder entlassen, weil sich der Verdacht nicht bestätigte", sagte Klinik-Sprecherin Birte Haeßler. Die beiden anderen konnten gestern Abend nach Hause.
Schüler nutzten Seelsorge-Angebot
Groß ist die Trauer um den toten Marner Jugendlichen: Am Freitag kamen nur zwei Drittel der Schüler zum Unterricht. Einige Zehntklässler blieben Zuhause, ein Großteil nutzte das Seelsorge-Angebot im Gemeindehaus. Pastorin Katja Hose: "Wir haben Möglichkeiten zum Sprechen und Erinnern gegeben. Jeder hat seinen Weg zu trauern, wir begleiten." Die Beerdigung ist am am Dienstag.
Von jährlich 800 Meningokokken-Erkrankungen verlaufen rund zehn Prozent als Waterhouse-Friderichsen-Syndrom und damit fast immer tödlich. "Zuletzt hab ich so einen schweren Fall vor zehn Jahren in Neumünster erlebt", sagt Dr. Christiane Seitz, Leiterin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
(shz)

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