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Osterbrauchtum : Osterhase: Darum wurde er in der Stadt erfunden

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Woher kommt der Osterhase und warum feiern wir das Osterfest? shz.de beantwortet in einer Serie Fragen rund um die Feiertage.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2015 | 12:11 Uhr

Der Osterhase hat eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Denn wie er zum Ostersymbol werden konnte ist unklar. Eigentlich steht der Hase im Christentum für Unzucht und Zügellosigkeit. In der Antike hingegen wurde er als Fruchtbarkeitssymbol verehrt.

Vielleicht ist der Hase an Ostern so wichtig, weil lange Zeit die Vorstellung herrschte, dass er nie schlafe und deshalb besonders wachsam sei.

Eine andere Erklärung besagt, dass Brote in Hasenform mit auf österliche Reisen und Wallfahrten genommen wurden.

Fest steht, dass sich die Vorstellung des Hasen als Geschenkebringer zu Ostern erst mit dem Bürgertum ab 1800 durchsetzt. Den Stadtkinder musste plausibel erklärt werden, woher die Eier zu Ostern kamen. Tatsächlich belegen volkskundliche Untersuchungen, dass Kinder auf dem Land vor dem 1. Weltkrieg noch nie von einem Osterhasen gehört hatten.

Süßwaren, Postkarten und Kinderbücher im 19 Jahrhundert trugen dann allerdings zu seiner schnellen Popularität bei.

Osterhasen an sich gab es bereits vor dem Bürgertum. Bereits 1682 wird in einer Dissertation aus Heidelberg von Hasen berichtet. Und in Schleswig-Holstein hatte der Hase Konkurrenz – denn bei uns brachte auch der Osterhahn die Eier.

Die Osterfeuer 2015 in SH auf einer interaktiven Karte:

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