Zu kalt : Osterfeuer: Kaum Besucher, kaum Einsätze

Ruhiges Osterfeuer: Bei Minusgraden und Schneefall gingen weniger Menschen als üblich zu den heißen Spektakeln. Foto: dpa
Ruhiges Osterfeuer: Bei Minusgraden und Schneefall gingen weniger Menschen als üblich zu den heißen Spektakeln. Foto: dpa

"Vorne bin ich schon fast durchgebraten, aber der Hintern ist kalt." Die Osterfeuer hatten den Flair von Weihnachtsmärkten. Polizei und Rettungsdienst hatten wenig zu tun.

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01. April 2013, 03:29 Uhr

Hamburg/Kiel | Temperaturen um den Gefrierpunkt und vielerorts leichtes Schneegrieseln - Winterwetter hat offenbar viele Menschen im Norden vom Besuch der traditionellen Osterfeuer abgehalten. Am Hamburger Elbstrand, wo sich in früheren Jahren oft Zehntausende tummelten, versammelten sich nach Angaben der Feuerwehr dieses Mal nur rund 5000. Es sei sehr ruhig gewesen, sagte ein Sprecher am Sonntag. Es habe 14 rettungsdienstliche Hilfeleistungen gegeben, vier Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Auch in Schleswig-Holstein sprach die Polizei von einem ruhigen Verlauf.

Insgesamt wurden bei den offiziell angemeldeten Osterfeuer in Hamburg etwa 21.000 Besucher gezählt. Nennenswerte Zwischenfälle habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Teilweise habe es aber wohl Probleme beim Entzünden der Feuer gegeben, weil das Holz zu feucht geworden sei.

Veranstalter der Ostereiersuche auf Pellworm sind zufrieden

Die Besucher, die zu den Feuern kamen, kämpften mit Glühwein, heißem Kakao und mitgebrachtem Tee in Themoskannen gegen die Kälte. So auch in Hamburg-Wohldorf, wo sich mehrere hundert Menschen bei eisigen Temperaturen und teilweise matschigem Untergrund am Feuer wärmten. "Das ist Osterfeuer mit Weihnachtsmarktflair", scherzte ein freillwiger Feuerwehrmann, der am Glühweinstand Getränke verkaufte. "Vorne bin ich schon fast durchgebraten, aber der Hintern ist kalt", ergänzte der 51-jährige Matthias Norden aus dem benachbarten Stadtteil Duvenstedt, der sich ganz nah an das Feuer gestellt hatte, um der Kälte zu entgehen.

Eine positive Bilanz zogen unterdessen die Veranstalter des großen Ostereiersuchens auf der Nordseeinsel Pellworm. Rund 1500 Gäste, Tagesausflügler und Einheimische begaben sich am Sonnabend nicht nur auf die Suche nach 10.000 auf einer Wiese versteckten Ostereiern, sondern besuchten auch den Ostermarkt mit inseltypischem Kunsthandwerk.

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