Sturmtief „Burglind“ : Orkanböen in SH: Warnungen des Deutschen Wetterdienstes aufgehoben

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Das Sturmtief sollte in Schleswig-Holstein vor allem Dithmarschen treffen – und auch positive Effekte mit sich bringen.

shz.de von
03. Januar 2018, 21:26 Uhr

Büsum | Am Mittwoch ist in Schleswig-Holstein Sturmwetter angesagt. Am Mittwochabend werde der Wind aus südlicher Richtung zunehmen, teilte der Deutsche Wetterdienst in einer amtlichen Unwetterwarnung am Nachmittag mit. Ab 18 Uhr sei in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen sowie Helgoland mit orkanartigen Böen der Stufe 3 bis 4 zu rechnen. Die Warnung, die ursprünglich bis Mitternacht galt, wurde um 21.26 Uhr aufgehoben.

Am Mittwochvormittag führte Tief „Burglind“ zu ersten Ausfällen von Fähren in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In Cuxhaven wurde am Mittwoch die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurück fliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel. Derzeit ist mit der „Funny Girl“ nur ein kleineres Schiff im Helgoland-Einsatz. Die größere Fähre „Helgoland“ war am Sonntag beim Anlegen beschädigt worden und liegt in einer Reparaturwerft. Auch die Wyker Dampfschiffs-Reederei warnte vorsorglich, dass es wegen des gemeldeten Sturmtiefs zu Änderungen im Fahrplan kommen könne.

Der Sturm könnte hinsichtlich der von Tiefdruckgebieten geprägten Wetterlage durchaus positive Effekte mit sich bringen und am Wochenende einem Hochdruckgebiet aus Skandinavien zum Durchbruch verhelfen. In Folge würden die Temperaturen ab Sonntag und Montag abnehmen, einhergehend mit der Chance auf Sonnenschein. Tagsüber ist dann mit 2 bis 3 Grad Celsius zu rechnen, nachts winken Minusgrade ähnlicher Höhen.

Ursache seien starke Luftdruckgegensätze zwischen einem schweren Sturmtief über dem Atlantik und einem Azorenhochkeil bei Irland, sagte ein DWD-Meteorologe. Es bringt zunächst milde Meeresluft ins Land.

Während das Tief schnell zur Ostsee abzieht, sollen Orkanböen und Gewitterschauer an der Nordseeküste und in anderen Teilen Niedersachsens folgen. Im Binnenland ist bis auf die Höhenlagen im Harz mit geringeren Windstärken aus Südwest zu rechnen.

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