Hamburger SV : Ohne Elia ins Abenteuer Europa League

Trotz kurzer Vorbereitung will der HSV am Donnerstag beim dänischen Club FC Randers einen Sieg einfahren. Auf Neuzugang Eljero Elia müssen die Hamburger dabei verzichten.

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30. Juli 2009, 11:43 Uhr

Nach der kürzesten Vorbereitung aller Bundesligisten startet der Hamburger SV als Erster beim dänischen Club FC Randers ins Abenteuer Europa League, das am 12. Mai 2010 im eigenen Stadion mit dem Finale gekrönt werden soll. "Es wäre schön, nicht nur Gastgeber, sondern auch Teilnehmer zu sein", sagte der ehrgeizige Clubchef Bernd Hoffmann vor dem Hinspiel am Donnerstag (20.30 Uhr) im nur 300 Kilometer entfernten Randers. Kurz vor der Abreise am Mittwoch verletzte sich allerdings 8,5 Millionen-Neuzugang Eljero Elia im Training und fällt nach einer schweren Knieprellung und einer Dehnung der Patellasehne drei Wochen aus.
Auch Rekordtransfer Marcus Berg (9 Mio.) bleibt wegen Trainingsrückstandes daheim - dafür meldete sich der an der Wade verletzte Stürmer Paolo Guerrero wieder gesund. Der fünfte Neuzugang, Lazio Roms Verteidiger David Rozehnal, stand kurz vor der Unterschrift, absolvierte noch den Gesundheitscheck und schraubte die Transferausgaben auf rund 23,5 Millionen. "Es sind letzte Details zu klären", sagte ein HSV-Sprecher über den Dreijahresvertrag des Innenverteidigers. Knapp zwei Wochen feilschten der HSV und Lazio über die Höhe der Ablösesumme, geeinigt hat man sich auf etwa 4,9 Millionen Euro. Damit ist der HSV hinter Branchenprimus Bayern München (50 Mio.) erneut Investitions-Zweiter.
Von einer leichten Auftakthürde will Labbadia nichts wissen
Der fünfte Neuzugang, Lazio Roms Verteidiger David Rozehnal, unterschrieb nach dem Gesundheitscheck einen Dreijahresvertrag und schraubte die Transferausgaben auf rund 23,5 Millionen. "David passt hervorragend in unser Anforderungsprofil. Er ist beidfüßig, sehr schnell und verfügt über internationale Erfahrung", sagte Trainer Bruno Labbadia, der im Qualifikationsspiel zur Europa Liga gegen den Letzten der dänischen Superliga noch ohne ihn plant. Knapp zwei Wochen feilschten der HSV und Lazio über die Höhe der Ablösesumme, geeinigt hat man sich auf etwa 4,9 Millionen Euro. Damit ist der HSV hinter Branchenprimus Bayern München (50 Mio.) erneut Investitions-Zweiter.
Labbadia musste in den vergangenen drei Wochen mit Blick auf das harte Auftaktprogramm von vier Spielen in elf Tagen den Spagat zwischen der langfristigen Vorbereitung und dem kurzfristigen Erfolgsdenken schaffen: Am kommenden Montag wartet mit Fortuna Düsseldorf der DFB-Pokalgegner bevor es am Donnerstag wieder gegen Randers und am Sonntag zum Bundesliga-Auftakt nach Freiburg geht. Frühestens in Düsseldorf werden Berg und Rozehnal auflaufen.
Von einer leichten internationalen Auftakthürde will Labbadia aber nichts wissen. "Wir dürfen uns von den beiden Auftaktniederlagen in der Liga nicht blenden lassen, sie sind in der Vorbereitung weiter als wir", warnte der Coach vor der Partie im nur 6500 Zuschauer fassenden Essex Park. "Wir wollen und müssen weiterkommen", lautet die klare Ansage. Randers schaltete mit einem 1:0 und einem 1:1 den litauischen Vertreter Suduva aus. Trainiert wird der Club, der sich als Fünfter nur über die Fairplay-Wertung qualifizierte, von einem alten Bekannten: John Jensen kam von 1988 bis 1990 auf 47 Einsätze für den HSV und war damals sogar mit Labbadia befreundet. Abwehrspieler Allan Jepsen war 1997/98 für die Hanseaten aktiv. Bereits 1967 traf der HSV auf SK Freja Randers, Uwe Seeler warf die Dänen mit drei Toren fast im Alleingang aus dem Pokalsieger-Wettbewerb.
Voraussichtliche Aufstellungen:
FC Randers: Ellegaard - Addy, Fenger, da Cruz, Pedersen - Beckmann, Berg, Grahn, Lorentzen, Pedersen - Nygaard

Hamburger SV: Rost - Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo - Trochowski, Jarolim, Zé Roberto, Jansen - Guerrero, Petric

Schiedsrichter:
Anton Genow (Bulgarien)

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