Erneuerbare Energien : Öko-Strom aus dem Norden ist billiger

Ein Windrad an der Küste produziert 2,5 Mal so viel Strom wie eine Anlage im Binnenland. Foto: Staudt
Ein Windrad an der Küste produziert 2,5 Mal so viel Strom wie eine Anlage im Binnenland. Foto: Staudt

Öko-Strom aus dem Norden ist 3,5 Cent günstiger als im Bundesdurchschnitt. Das hat das Kieler Umweltministerium errechnet.

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25. Januar 2013, 03:02 Uhr

Kiel | Strom aus erneuerbaren Energien aus dem Norden ist deutlich günstiger als im Bundesdurchschnitt. Die Kosten fielen zwischen Nord- und Ostsee mit durchschnittlich 14,9 Cent pro Kilowattstunde um 3,5 Cent niedriger aus, wie das Kieler Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. Die Berechnungen erfolgten auf der Grundlage von Daten der Netzbetreiber und des Statistikamtes.
"Vor allem der Wind an Land trägt dazu bei, die Kosten für die erneuerbaren Energien zu senken - und zwar auch dann, wenn Strom wegen fehlender Netzkapazitäten zeitweise abgeregelt werden muss", sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Ein Windrad an der Küste produziere im Vergleich zu einer Anlage im Binnenland bis 2,5 Mal so viel Strom. In die Berechnungen sind laut Ministerium die Entschädigungskosten für die Abschaltung von Windkraftanlagen aufgrund von Netzengpässen einbezogen worden.
Nach Angaben der Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz AG, Eon Netz GmbH und Tennet TSO konnten 2011 aufgrund von Netzengpässen 308 Gigawattstunden Strom nicht eingespeist werden. Die Betreiber der Anlagen erhielten Entschädigungen in Höhe von insgesamt 29 Millionen Euro. Rund 97 Prozent der Abschaltungen betrafen Windenergieanlagen.

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