Kirche : Nordelbien: Erneut weniger Mitglieder

Die Nordelbische Kirche kämpft mit dem Mitgliederschwund. Die Zahl der Mitglieder ist um mehr als 30.000 zurückgegangen.

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19. Januar 2011, 11:31 Uhr

Kiel/Hamburg | Die Mitgliederzahl der Nordelbischen Kirche nähert sich der Zwei-Millionen-Grenze. Zum 1. Januar 2011 wurden 2.003.550 Kirchenmitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg gezählt, ein Minus von 30.329, sagte Kirchensprecher Norbert Radzanowski. Der Schwund sei überwiegend auf die Zahl der Sterbefälle zurückzuführen, die die Zahl der Geburten übersteige. Wie viele Menschen aus der Kirche ausgetreten seien, könne erst in etwa drei Monaten benannt werden.
Radzanowski trat Spekulationen entgegen, dass die Aufdeckung der Missbrauchsfälle wie in Ahrensburg zu einer Austrittswelle geführt habe. Dafür gebe es keine "signifikanten Hinweise". Von Anfang 2010 bis Anfang 2011 sei die Zahl der nordelbischen Kirchenmitglieder um 1,49 Prozent gesunken. Dies sei weniger als im Jahr zuvor, als der Wert 1,53 Prozent betrug. Im Kirchenkreis Hamburg-Ost, zu dem Ahrensburg gehört, habe der Rückgang mit 1,59 Prozent aber leicht über dem Durchschnitt gelegen.

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