Brief an den Bund : Nord-Regierungschefs fordern Geld für den Kanal

Die norddeutschen Ministerpräsidenten werden in einem Brief an den Bund mehr Geld für den Nord-Ostsee-Kanal fordern.

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11. April 2013, 08:41 Uhr

Kiel/Bremen | Für Sanierung und Ausbau solle jedes Jahr ein Prozent des Verkehrsetats bereitgestellt werden, verlangten die fünf Regierungschefs bei einem Treffen in Bremen. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) anschließend. Es sei "ein starkes Signal der Geschlossenheit im Norden, dass alle fünf Ministerpräsidenten gemeinsam die Position Schleswig-Holsteins unterstützen".

Der Bund habe Montag auf der Maritimen Konferenz in Kiel klar gemacht, dass er den Kanal fit für dieZukunft machen wolle. "Mit diesem Schreiben erinnern wir die Bundesregierung noch mal sehr zeitnah an diese Zusage", sagte Albig. Ein Prozent des Verkehrsetats entspricht 100 Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Kanalausbaus beziffert Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf über 1,3 Milliarden Euro.

Dessen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) bot am Mittwoch nach Angaben seines Kieler Kollegen Frank Nägele (SPD) zudem an, eine Verwaltungsvereinbarung des Bundes mit Schleswig-Holstein abzuschließen, in der Berlin sich auf einen Fahrplan für die einzelnen Schritte des Kanalausbaus festlegt. "Wir würden das sehr begrüßen", sagte Nägele.

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