Wetterbilanz 2011 : Nirgends so viel Regen wie im Norden

Regen, Regen, Regen: Der Norden hatte im Ländervergleich den nassesten Sommer. Foto: dpa
Regen, Regen, Regen: Der Norden hatte im Ländervergleich den nassesten Sommer. Foto: dpa

Traurige Wetter-Rekorde für den Norden: 2011 hatte Schleswig-Holstein in Deutschland den meisten Regen und Hamburg den wenigsten Sonnenschein.

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30. Dezember 2011, 12:27 Uhr

Beide Länder kamen damit viel schlechter weg als die meisten anderen Regionen zwischen Nordsee und Alpen.
Für ganz Deutschland gehört 2011 mit einer mittleren Temperatur von 9,6 Grad Celsius zu den fünf wärmsten Jahren seit 1881, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen am Donnerstag berichtete. Das langjährige Mittel beträgt 8,2 Grad. Reicher an Sonnenschein - 1824 Stunden - waren nur 2003 und 1959.
Elf von zwölf Monaten waren zu warm
Viel Sonne in einem extrem trockenen Frühjahr, heftiger Regen im Sommer besonders im Norden und Osten, ein ungewöhnlich ausgeprägter Altweibersommer und der trockenste November seit mehr als 100 Jahren - so verlief das Wetter-Jahr in Deutschland. Elf von zwölf Monaten waren zu warm, nur der Juli zu kühl.
Schleswig-Holstein war 2011 mit durchschnittlich 856 Litern Niederschlag je Quadratmeter das nasseste Bundesland, im Vorjahr wurden noch über 100 Liter weniger gemessen. Außerdem gehörte der Norden mit 9,4 Grad Celsius (2010: 8,3 Grad) zu den kälteren und mit 1648 Stunden (1567 Stunden) zu den relativ sonnenarmen Regionen Deutschlands.
Hamburg erhielt mit 1584 Stunden (1507) von allen Bundesländern den wenigsten Sonnenschein. Die Durchschnittstemperatur in der Hansestadt betrug 10,1 Grad (8,8) und die Niederschlagsmenge 749 Liter (750).

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