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Barbara Pohlmann : Niemals zu müde zum Kochen

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Kochen ohne Emotionen - das kommt für unsere Küchenlust-Kandidatin Barbara Pohlmann von der Insel Föhr nicht in die Pfanne.

"Schmecken, Riechen, Fühlen - für mich sind Lebensmittel etwas ganz Sinnliches, das man auch liebevoll in die Hände nehmen sollte", sagt die fröhliche Friseurin von Föhr. In der friesischen Karibik - so wirbt die schöne Insel für sich - ist die 47-Jährige auch aus dem Bauchgefühl gelandet. Einen Führungsjob in der Wirtschaft in Düsseldorf gab sie vor 19 Jahren auf - für eine Anzeige, in der eine Eisverkäuferin in Wyk auf Föhr gesucht wurde.
Dort lernte sie ihren heutigen Gatten kennen, erlernte wie er das Friseurhandwerk und genießt seitdem das nordfriesische Leben im Salon und ihrer einladenden Wohnküche - beides im selben Haus, beides mit direkten Blick auf die Nordsee.

Eine so emotionale Köchin mag nicht, sie "liebt" Lamm, frisch vom Deich, mariniert unter anderem in Olivenöl, Balsamico-Essig, Rosmarinzweigen und Lübecker Rotspon, der beim Anbraten der Beinscheiben auch pur mit verköstigt wird. Die Marinade wird behutsam eingekocht, die Haxenscheiben mit Liebe in einen Bräter gehoben und bei 160 Grad im Ofen geschmort. Pohlmanns Lamm-Ossobuco ist an sich schon ein Gedicht. Noch leckerer mundet das zarte Fleisch an der Seite von mit Walnusskernen geröstetem Rosenkohl, der durch ihr selbst zubereitetes Rucolapesto frisch und pfeffrig aufgepeppt wird.
Flink zubereitet und nach Herbst schmeckend hat die Kürbiscremesuppe mit gerösteten Nordseekrabben auf das Lamm eingestimmt. Friesisch geprägt ist natürlich auch das Dessert - Pharisäer-Gelee, mit reichlich Rum und einem Kniff Chili.
Zu müde zum Kochen ist die herzliche Hobbyköchin nie. "Selbst nach einem langen Tag im Salon rufen wir oft noch Freunde an und legen in der Küche los - eine schönere Entspannung gibt es für mich nicht", strahlt Barbara Pohlmann. Und die kann mit traumhaften Meerblick genossen werden.

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erstellt am 04.Nov.2011 | 09:18 Uhr

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