Brunsbüttel-Cuxhaven : Niedersachsen drängt Schleswig-Holstein zu neuer Elbfähre

Zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven könnte bald eine neue Fährlinie entstehen. Das fordert die neue Landesregierung in Niedersachsen.

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19. Februar 2013, 09:48 Uhr

Hannover/Kiel | Die Chancen für eine neue Fährlinie über die Elbe steigen. Denn die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen will die Pläne für eine Verbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven vorantreiben. "Die rot-grüne Koalition wird gemeinsam mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung eine Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer leistungsstarken Fährverbindung für Lkw, Pkw und Bus zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel auf den Weg bringen", heißt es in dem am Montag von SPD und Grünen in Hannover unterzeichneten Koalitionsvertrag.
Die Küstenampel in Schleswig-Holstein zeigte sich aufgeschlossen: "Wenn die neue niedersächsische Regierung mit dem Thema auf uns zukommt, werden wir dieses Gespräch gern führen", sagte Regierungssprecher Carsten Maltzan gestern unserer Zeitung. Bisher lehnt der Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer eine Beteiligung des Landes an einer Machbarkeitsstudie ab. Zwar hat er nichts gegen eine private Fährlinie zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven. Doch müssten "die Impulse für eine Machbarkeitsstudie von der Wirtschaft der Region ausgehen". Daher hat sich das Land auch nicht an einer ersten Untersuchung beteiligt, die kürzlich die Wirtschaftsfördergesellschaften in beiden Städten in Auftrag gegeben haben.
Vor allem die Grünen in beiden Bundesländern wollen die Fährlinie als Alternative zum A-20-Elbtunnel, den sie ablehnen, da er viel zu teuer werde.

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