CAU Kiel : Neues Institut bündelt BWL und Volkswirtschaft

Im neu gegründeten Institut an der CAU sollen globale wirtschaftliche Fragen fächerübergreifend empirisch untersucht werden. Foto: CAU
Im neu gegründeten Institut an der CAU sollen globale wirtschaftliche Fragen fächerübergreifend empirisch untersucht werden. Foto: CAU

Zusammenarbeit über die Einzeldisziplinen hinweg: Die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) geht neue Wege in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung.

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23. April 2011, 11:06 Uhr

Seit Anfang April arbeiten zunächst zwei Professoren im frisch gegründeten Institut für Quantitative Betriebs- und Volkswirtschaftliche Forschung. "Unser Ziel ist es, globale wirtschaftliche Fragen fächerübergreifend empirisch zu untersuchen", sagte Prof. Stefan Reitz. Sein Kollege Prof. Alexander Klos ergänzte, besonders bei der Erforschung Internationaler Finanzmärkte sei es nicht mehr sinnvoll, die betriebswirtschaftliche Perspektive institutionell von der volkswirtschaftlichen zu trennen.
Momentan wirkt im neuen Institut, das Forschungsansätze von Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre verbinden soll, noch vieles provisorisch. "Unsere Büros werden renoviert, darum sind wir zunächst bei den Betriebswirtschaftlern untergebracht", berichtete Klos über die Startphase. Auch das Personal ist noch nicht komplett. Eine dritte Professur wird voraussichtlich ab Oktober besetzt. Aus diesem Grund hielten sich beide Wissenschaftler bedeckt, was konkrete Forschungsvorhaben betrifft. "Wir wollen das Institut gemeinsam mit dem neuen Kollegen entwickeln, daher konzentrieren wir uns zunächst auf unsere bereits laufenden Projekte", erklärte Reitz.
Zusammenarbeit über die Einzeldisziplinen hinweg
Die Professur des gebürtigen Hessen, der vor seiner Berufung an die Universität Kiel bei der Bundesbank gearbeitet hat, wird zur Hälfte vom Institut für Weltwirtschaft getragen. Klos, der aus dem nordbadischen Weinheim stammt, forschte und lehrte vorher in Münster.
Im laufenden Sommersemester organisieren die beiden Wissenschaftler ein Forschungsseminar. "Dazu laden wir auch die Kollegen der betriebs- und volkswirtschaftlichen Lehrstühle ein, sozusagen als Initialzündung für gemeinsame Projekte", sagte Klos.
"Wir wollen über die Grenzen der Einzeldisziplinen hinweg zusammenarbeiten." Auch für Bachelor- und Masterstudenten sind schon Veranstaltungen im Angebot, etwa eine Vorlesung über rationales Entscheiden. Klos deutete an, dass das Institut sich in Kürze auch an einem Programm zur Ausbildung von Doktoranden an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät beteiligen wolle.
(dpa, shz)

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