Bahnstrecke nach Sylt : Neues Einsatzkonzept für den Hindenburgdamm

Im September 2009 war ein Lkw vom Autozug geweht worden. Foto: dpa
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Im September 2009 war ein Lkw vom Autozug geweht worden. Foto: dpa

Die Sylter Feuerwehr rückt als erste aus, wenn es auf dem Hindenburgdamm einen Unfall gibt. Der Kreis Nordfriesland hat sein neues Sicherheitskonzept präsentiert.

shz.de von
15. Dezember 2011, 09:05 Uhr

Husum | Der Kreis Nordfriesland hat in Husum ein neues Einsatzkonzept für Notfälle auf dem Hindenburgdamm vorgestellt. Unter anderem wurde die Unklarheit beseitigt, ob bei Notfällen zuerst die Sylter Feuerwehr oder deren Kollegen vom Festland benachrichtigt werden. Nun steht fest: Die Sylter fahren zuerst mit ihren besser dafür ausgestatteten Fahrzeugen hinaus auf den Damm. Sollte dieser aufgrund einer Sturmflut nicht befahrbar sein, weichen die Rettungskräfte vom Festland auf einen Autozug aus und bringen die notwendigen Rettungsfahrzeuge mit.
Gibt es Schwerverletzte, kommt auch der in Niebüll stationierte Rettungshubschrauber zum Einsatz. Da dieser nicht auf dem Damm landen kann, sind mobile Landeplattformen geplant. Um Patienten in Krankenhäuser auf dem Festland transportieren zu können, sollen Hilfszüge aus normalen Waggons der Bahn gebildet werden.
Wird das Wasser knapp, hilft Dänemark
Bei Bränden setzt der Kreis auf die Zusammenarbeit mit Dänemark: Reichen die Tanklöschfahrzeuge der örtlichen Feuerwehren nicht aus, wird ein Großtank-Löschfahrzeug aus Tønder eingesetzt. An dem neuen Konzept waren unter anderem die Deutsche Bahn und die Nord-Ostsee-Bahn, das Kieler Innenministerium sowie die Leitstelle Nord beteiligt.
Am Gesamtkonzept wird aber noch weiter gearbeitet. Die Bahn wolle eine Testwendestelle für Einsatzfahrzeuge auf dem Damm bauen. Auch eine Rettungsdienst- und Katastrophenschutz-Übung vor Ort steht noch aus. Wegen der dafür nötigen stundenlangen Blockade sprach sich die Bahn laut Mitteilung für eine Übung in der Nacht aus. Diese werde mit mehreren hundert Einsatzkräften und Dutzenden Einsatzfahrzeugen die größte gemeinsame Übung werden, die jemals in Nordfriesland stattgefunden habe. Ein möglicher Termin ist der Frühsommer 2013.
Mit der Erarbeitung des Sicherheitskonzepts hat der Kreis im Sommer 2009 begonnen. Bei einem Unfall im September war ein Laster auf dem Hindenburgdamm durch einen Sturm vom Zug gestürzt. Der Fahrer starb an seinen Verletzungen.

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