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„Der echte Norden“ : Neuer SH-Slogan sorgt für Ärger mit Niedersachsen

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Niedersachsens CDU ist mit dem neuen Slogan Schleswig-Holsteins gar nicht einverstanden: „Der echte Norden“ passe nicht nur für das nördlichste Bundesland. Die Kritik richtet sich auch gegen Wirtschaftsminister Meyer.

Hannover/Kiel | Der Anspruch Schleswig-Holsteins, „der echte Norden“ zu sein, hat in Niedersachsen erboste Reaktionen provoziert. Bei der niedersächsischen CDU stieß der künftige Slogan aus Kiel übel auf. Die Kampagne sei ein „Affront gegen die Zusammenarbeit der norddeutschen Länder“, kritisierte Björn Thümler, Chef der CDU-Landtagsfraktion, am Mittwoch. Die Argumentation des Kieler Wirtschaftsministers Reinhard Meyer (SPD), Niedersachsen wäre wegen seiner Berge kein echter Norden, sei hanebüchen: „Offenbar kennt Herr Meyer sein eigenes Land nicht. Schließlich finden sich in der Holsteinischen Schweiz auch zahlreiche Hügel.“ 

Mit der Energiewende oder dem Infrastrukturausbau gebe es gewichtige Themen, bei denen die norddeutschen Länder gemeinsame Interessen teilten, betonte der CDU-Politiker. „Gerade beim Thema Offshore reden die norddeutschen Länder viel zu wenig miteinander“, kritisierte der CDU-Fraktionschef und fügte hinzu: „Die Unterteilung in echten und falschen Norden wird man in Niedersachsen nicht als sehr konstruktiv empfinden. So bringt man den Norden nicht voran.“

Dagegen reagierte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gelassen: „Wir wissen, dass wir “echt„ sind und brauchen dies nicht zu betonen.“ Mecklenburg-Vorpommern sei ohnehin „schon einen Schritt weiter“ und mache dies mit dem Slogan der eigenen Imagekampagne „MV tut gut.“ auch deutlich, erklärte Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Meyer war vor seinem Wechsel nach Schleswig-Holstein mehrere Jahre Chef der Staatskanzlei in Schwerin, wo auch die Fäden der Landesimagekampagne „MV tut gut“ zusammenlaufen.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 14:46 Uhr

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