Sybille Kessal-Wulf : Neue Verfassungsrichterin hat Wurzeln im Norden

Sybille Kessal-Wulf. Foto: dpa
Sybille Kessal-Wulf. Foto: dpa

Sybille Kessal-Wulf ist neue Richterin am Bundesverfassungs- Gericht. Sie hat ihre juristischen Wurzeln im Norden: Unter anderem arbeitete sie in Flensburg und Schleswig.

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27. November 2011, 02:04 Uhr

Die am Freitag vom Bundesrat zur neuen Verfassungsrichterin gewählte Sybille Kessal-Wulf hat ihre juristischen Wurzeln im Norden. Geboren und aufgewachsen in Niedersachsen, studierte sie von 1977 an in Kiel und machte ihr Referendariat in Schleswig-Holstein. Anschließend arbeitete sie am Landgericht der Landeshauptstadt und am Amts- und Landgericht Flensburg, bevor sie 1992 zur Richterin am schleswig-holsteinischen Oberlandesgericht ernannt wurde. 2001 machte Kessal-Wulf einen Karrieresprung und ging zum Bundesgerichtshof nach Karlsruhe. Nun hat der Bundesrat die 52-Jährige zur Richterin am höchsten deutschen Gericht bestimmt.
Kessal-Wulf ist erst die zweite Frau, die die Union bislang für das Bundesverfassungsgericht nominiert hat. Sie folgt Rudolf Mellinghoff, der neuer Präsident des Bundesfinanzhofs wurde.
Der Bundesrat wählte außerdem den früheren saarländischen CDU-Ministerpräsidenten Peter Müller (56) zum neuen Verfassungsrichter - trotz anfänglicher Bedenken der SPD einstimmig.
Die Wahl erfolgte ohne Aussprache. Notwendig war eine Zwei-Drittel-Mehrheit.
Müller und Kessal-Wulff werden dem Zweiten Senat in Karlsruhe angehören. Dieser ist unter anderem für den Euro-Rettungsschirm und das Parlamentsrecht zuständig.

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