Wetter : Neue Unwetter in Deutschland, Regen in SH

Heftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen fegten über Deutschland hinweg.
Heftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen fegten über Deutschland hinweg.

Nach dem starken Unwetter über Deutschland wird mit weiteren Gewittern und Regenschauern gerechnet. Im Süden Schleswig-Holsteins ist das Gewitterpotenzial am größten.

shz.de von
10. Juni 2014, 15:33 Uhr

Flensburg | Nach den schweren Unwettern an Pfingsten bleibt das Wetter unstabil. Auch SH bleibt dabei nur teilweise von Gewittern verschont. Eine Gewitterlinie zieht laut DWD heute Vormittag und im weiteren Tagesverlauf vom westlichen Schleswig-Holstein zur Ostsee. Dabei seien vor allem von der Holsteinischen-Schweiz bis zur Elbe teils unwetterartige Entwicklungen zu erwarten. Der Nordwesten soll dabei gewitterfrei bleiben und es kommt kühlere Luft an.

Wenn das Gewitter durchgezogen ist, lockern die Wolken auf und von Nordfriesland her wird es zum Nachmittag zunehmend sonnig. Mit 20 Grad an der Nordsee und maximal 24 Grad an der Elbe wird es kühler als an den Vortagen. Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter im ganzen Norden: Bei wechselnder Bewölkung überwiegen die sonnigen Abschnitte. Die Temperatur erreicht an der See 19 und im Binnenland etwa 21 Grad.

Bundesweit ist hingegen mit heißer und schwüler Luft zu rechnen. In einigen Teilen treten weitere teils schwere Gewitter auf, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). „Dabei kann es schweren Hagelschlag, heftigen Starkregen und schwere Sturmböen geben“, so die Vorhersage am Mittwochmorgen.

In Nacht zu Mittwoch wütete das Unwetter vor allem über dem Süden von Niedersachsen heftig: Betroffen war vor allem die Region um Göttingen. Unzählige Keller und einige Bahnunterführungen seien mit Wasser vollgelaufen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen. Auf der Autobahn 7 habe es wohl aufgrund des heftigen Regens einen Unfall gegeben, bei dem der Fahrer aber mit einem Schock davongekommen sei. Hinzu kamen umgestürzte Bäume auf Autos und Häusern. Über eventuelle Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Auch aus dem nahen nordhessischen Kassel wurden heftige Gewitter mit Überschwemmungen gemeldet.

An Rhein und Ruhr gehen unterdessen nach einem der heftigsten Unwetter seit Jahren die Aufräumarbeiten weiter. Die Schäden sind so umfangreich, dass weiterhin mit erheblichen Beeinträchtigungen auf Straßen und Schienen gerechnet werden muss. Mehrere Bahn-Hauptstrecken bleiben gesperrt. In einigen Städten fällt die Schule aus. Komplett beruhigt hat sich die Wetterlage allerdings noch nicht. Auch am Dienstagabend zogen über Nordrhein-Westfalen und andere Regionen Deutschlands zum Teil starke Gewitter.

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