Zweckverband : Neue Pläne für den Bungsberg

Rund um den 168 Meter hohen Bungsberg-Gipfel soll bald nicht nur der Ausblick dem Besucher Aha-Erlebnisse bieten. Foto: Buhmann
1 von 2
Rund um den 168 Meter hohen Bungsberg-Gipfel soll bald nicht nur der Ausblick dem Besucher Aha-Erlebnisse bieten. Foto: Buhmann

Es tut sich etwas auf Schleswig-Holsteins höchstem Berg: Pläne des neuen Zweckverbandes sehen unter anderem Gastronomie, Baumwipfelpfad und Waldspielplatz vor.

Avatar_shz von
06. November 2011, 03:43 Uhr

Schönwalde | Der Bungsberg, mit 168 Metern Schleswig-Holsteins höchster Berg, soll zu einem einem ganzjährigen Freizeit-Paradies ausgebaut werden. Kiels Umwelt-Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius stuft das Vorhaben als ein "Leuchtturm-Projekt" ein: "Der Zustand dort ist seit vielen Jahren einfach nicht vorzeigbar. Es geht uns jetzt darum, den höchsten Berg im Land als Besonderheit erleben zu können. Das ist nicht nur für die Region ein wichtiges Anliegen, da steckt viel Potenzial drin."
Dieses Potenzial zu entwickeln hat sich der im Sommer gegründete Zweckverband Bungsberg zum Ziel gesetzt. Erste Ergebnisse seiner Planungen sollen bereits 2013 in der Wald- und Hügellandschaft am Bungsberg sichtbar werden.
Dem Verband gehören die Gemeinde Schönwalde und der Kreis Ostholstein an. Ihre Mitstreiter für die Wiederbelebung des Bungsberg als Ausflugsziel sind die Aktivregion Schwentine/Holsteinische Schweiz, die Sparkassenstiftung Ostholstein und die Landesregierung. Sie hat mit einem jüngst vollzogenen Landtausch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass rund 38 Hektar Wald nun in öffentlichem Besitz und für eine attraktive Gestaltung zugänglich sind.
Gastronomie, Baumwipfelpfad, Waldspielplatz
Frühere, bis zu zehn Millionen Euro teure Investitionspläne wurden zu den Akten gelegt. Also kein Liebesnest mehr in den Baumwipfeln, ebenso wenig ein unterirdisches Informationszentrum zur Eiszeit. Die Sparkassenstiftung Ostholstein hat als neue und einflussreiche Geldgeberin für den Bungsberg Bodenständigeres im Sinn: Das historische Forsthaus soll für die Gastronomie wieder aufgebaut, der 1864 errichtete Elisabethturm als Ausgangspunkt für einen neu anzulegenden Baumwipfelpfad saniert, ein Waldspielplatz geschaffen werden. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform auf dem Fernmeldeturm soll zur Lehrstunde in Sachen Gletscher werden. In einem Neubau kann dann auf anschauliche Weise nachhaltige Entwicklungen in der Natur, aber auch die regionale Siedlungsgeschichte vermittelt werden. Denkbar ist bei entsprechender Nachfrage zudem, dass ein Privatinvestor eine Sommerrodelbahn errichtet.
Das Investitionsvolumen in den nächsten drei Jahren ist bisher mit rund drei Millionen Euro veranschlagt, überwiegend getragen von der Sparkassenstiftung und zu einem kleineren Teil von der Aktivregion. Verbandsvorsteher Hans-Alfred Plötner ist nach den jüngsten Beratungsrunden zuversichtlich, dass endlich alles zusammenpasst: "Dieses Konzept ist für den Bungsberg machbar und bezahlbar."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen