Media-Analyse : NDR und R.SH - Kopf an Kopf um mehr Gehör

Wieder wurde eine neue Media-Analyse veröffentlicht und wieder behauptet jeder Radiosender von sich, der Sieger zu sein. Warum, erfahren Sie hier.

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14. Juli 2011, 11:15 Uhr

Norderstedt/Kiel | Die Hörfunkangebote im Norden halten neuen Audioangeboten stand. Das geht aus der zweiten Media-Analyse 2011 Radio hervor, die Dienstag die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein in Norderstedt veröffentlichte. Allerdings gibt es regionale Unterschiede: Während in Schleswig-Holstein an einem Werktag rund 214 Minuten Radio gehört wird, sind es in Hamburg 181 Minuten. In beiden Bundesländern hören die über 50-Jährigen mit 219 Minuten doppelt so lange Radio wie die 14- bis 29-Jährigen. Je nach Auswertungszeitraum haben die Sender im Norden unterschiedliche Marktanteile. Die Werte im Zeitraum Montag bis Freitag berücksichtigen laut Medienanstalt stärker die gewohnheitsmäßige Nutzung des Hörfunks. Es sei zudem der werberelevante Zeitraum. Die Anteile für Montag bis Sonntag bilden die Gesamtnutzung des Mediums Hörfunk ab.
Es gibt unterschiedliche Bewertungen der Analyse - und die führt seit Jahren zum Senderwettstreit zwischen NDR1 Welle Nord und Radio Schleswig-Holstein (R.SH) um Platz 1.
Gemessen an absoluter Hörerzahl ist RS.H auf Platz 1
Nach dem Marktanteil - also der Dauer des Radiohörens - hält sich NDR1 Welle Nord von Montag bis Freitag an der Spitze mit 29 Prozent vor dem privaten Anbieter R.SH Radio Schleswig-Holstein mit 22,6 Prozent. Auch von Montag bis Sonntag liegt der NDR vor R.SH.
Dennoch sieht sich R.SH auf Platz 1: Absolut gesehen erreicht der Sender nämlich die meisten Hörer: Im für Werber wichtigen Zeitraum von Montag bis Freitag schalten den Privatsender nach Angaben der Medienanstalt täglich rund 733.000 Schleswig-Holsteiner ein. Auf Rang zwei folgt die Welle Nord mit täglich 649.000 Hörern. Nach der Anzahl der Hörer bemisst sich der Preis für die Radiowerbung.
(lno, shz)

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