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Rastplatz Jalm : Nachtschicht: Großkontrolle der Polizei auf der A7

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Alkohol, Drogen, Schleuserkriminalität: 100 Kräfte waren in der Nacht im Norden im Schwerpunkt-Einsatz.

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2017 | 09:38 Uhr

Schleswig | Bei einer großangelegten Kontrolle auf der A7 bei Jalm und sieben weiteren Standorten zwischen Husum und Kappeln sind in der Nacht zum Sonnabend im Norden von Schleswig-Holstein knapp tausend Fahrzeuge von der Polizei kontrolliert worden. Der Fokus lag auf Alkohol- und Drogendelikten sowie Schleuserkriminalität und die Einhaltung von Einfuhrbestimmungen im Warenverkehr. Beteiligt waren an dem Einsatz, der vom Polizeiautobahn- und Bezirksrevier Nord geleitet wurde, die Landespolizei, die Bundespolizei und der Zoll. Unterstützt wurden sie vom THW und der Autobahnmeisterei Schuby.

Der komplette Verkehr auf der A7 wurde über den Rastplatz Jalm umgeleitet. Es kam zu einem Rückstau.
Der komplette Verkehr auf der A7 wurde über den Rastplatz Jalm umgeleitet. Es kam zu einem Rückstau. Foto: Noltemedia
 

„Im Rahmen der Nord-Ostsee-Kontrolle sind allein etwa 70 Polizeibeamte von mehreren Polizeifachdienststellen bis um 5 Uhr im Einsatz gewesen“, berichtet Christian Kartheus von der Polizei Flensburg am Morgen. „Durch die starke Zunahme von drogenbedingten Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein im Jahr 2016, haben wir besonders geschulte Polizeibeamte zur Erkennung dieser Delikte im Kontrolleinsatz.“

Im vergangenen Jahr registrierte die Landespolizei 1470 Unfälle, bei denen der Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln die Ursachen waren. 838 Personen wurden dabei teils schwer verletzt und sieben getötet. 4742 Personen wurden im letzten Jahr alkoholisiert oder berauscht aus dem Verkehr gezogen.

Bereits kurz nach Beginn der Kontrollen gegen 20 Uhr wurden Zollbeamte am Rastplatz Jalm bei Flensburg an der A7 fündig. Im Fahrzeug eines tschechischen Autofahrers entdecken die Zöllner 2900 unversteuerte Zigaretten in mehreren Plastiktüten. Der Mann verstößt damit gegen die Einfuhrbestimmungen. Vor Ort werden von ihm 480 Euro Tabaksteuer eingezogen. In einem weiteren Strafverfahren muss der Mann mit einem Strafbescheid von weiteren 400 Euro rechnen.

Ein Beamter zeigt den Zigarettenfund.
Ein Beamter zeigt den Zigarettenfund. Foto: Karsten Sörensen
 

Bis 22 Uhr werden zwei Autofahrer von der Polizei angehalten, die unter Drogeneinfluss stehen. Ein Reaktionstest und eine anschließende Urinprobe bestätigen die Einnahme von Barbituraten. Beide Personen werden zur Entnahme einer Blutprobe zum Autobahnpolizeirevier nach Schuby gebracht.

Im Verlauf des Abends wurden insgesamt sechs Autofahrer kontrolliert, die unter Drogeneinfluss standen und einer, der zu viel Alkohol intus hatte. Die Autofahrt war für die Betroffenen beendet. Ein 57-jähriger Mann aus Angeln fuhr ohne gültige Fahrerlaubnis. Nach seinen Angaben hatte er den Führerschein bereits vor 15 Jahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr abgeben müssen. Seit dem fährt er ohne. Ihn erwartet ein Strafverfahren.

Zu viel Auspuff? Die Polizei kontrollierte auch den technischen Zustand der Fahrzeuge.
Zu viel Auspuff? Die Polizei kontrollierte auch den technischen Zustand der Fahrzeuge. Foto: Noltemedia
 

Ein Autohändler aus Hamburg hatte versäumt einen in England gekauften Wagen umzumelden und zu versichern. Der Wagen musste an der Kontrollstelle stehen bleiben. Ein 24 Jahre alter Mann aus Moldawien wies sich mit einem gefälschten Ausweis aus. Er wurde von der Kriminalpolizei erkennungsdienstlich behandelt. Zudem wurde ein Mann festgenommen, der einen offenen Haftbefehl hatte, sich allerdings durch die Zahlung von 500 Euro von dem Haftantritt befreien konnte.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Fahrens unter Drogen-/Alkoholeinfluss 7
Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis 8
Urkundenfälschung und fehlende Pflichtversicherung 2
Weitere Ordnungswidrigkeiten 49
Kontrollberichte (Fahrzeugmängel/fehlende Papiere) 58
Zollrechtliche Anzeigen (Zigaretteneinfuhr) 2

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

 
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