Kampfmittelräumdienst : Nach der Kieler Woche werden Minen gesprengt

Eine Mine unter Wasser zu entschärfen, ist eine schwierige Arbeit. Foto: Kampfmittelräumdienst
Eine Mine unter Wasser zu entschärfen, ist eine schwierige Arbeit. Foto: Kampfmittelräumdienst

Es kracht wieder unter Wasser im Ostsee-Sperrgebiet in der Kieler Bucht. Taucher hatten drei Minen schon vor der Kieler Woche entsorgt - nach den Feiern geht es weiter.

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02. Juli 2013, 05:15 Uhr

Kiel | Sobald sich die großen Pötte verzogen haben, kracht es wieder unter Wasser im Ostsee-Sperrgebiet vor Heidkate in der Kieler Bucht. "Wegen der Kieler Woche haben wir die Sprengung von sieben Grundminen unterbrochen. Direkt nach Ende der Kieler Woche werden unsere Taucher Schneidladungen an den Minen anbringen", sagt die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Claudia Thoma. Dadurch sollen die Zünder von den Minen abgetrennt werden, die dann mit ihrem explosiven Inhalt ins Munitionsversenkungsgebiet Kolberger Heide geschleppt werden. Die Taucher hatten unmittelbar vor der Kieler Woche drei Minen auf diese Art entsorgt, zwei weitere hatten sie komplett gespengt, weil sie ungünstig lagen, wie Thoma sagt.
Britische Bomber hatten die Minen während des Zweiten Weltkrieges abgeworfen. Sie enthalten bis zu 425 Kilogramm TNT und befinden sich an der Wasserstraße, die aus Kiel herausführt - rund sechs Kilometer vom Festland entfernt. Die Arbeiten mussten aufgrund des trüben Wassers immer wieder verschoben werden. Eine klare Sicht ist für die Taucher des Kampfmittelräumdienstes überlebenswichtig. Bei trübem Wetter könnte es also noch einige Wochen dauern bis alle Minen beseitigt sind.

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