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Flüchtlingsunterkunft in Escheburg : Nach Brandanschlag: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

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Einen Monat ist es nun her, dass ein Feuer in dem für Flüchtlinge vorgesehenen Haus ausbrach. Ein Nachbar hat die Tat gestanden.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 12:23 Uhr

Escheburg | Genau einen Monat nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Escheburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) und knapp zwei Wochen nach der Festnahme hat die Lübecker Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben. Der Finanzbeamte  (38), der mit Frau und Tochter im Haus direkt neben der Unterkunft lebte, hat ein Geständnis abgelegt.

„Dem Angeschuldigten wird zur Last gelegt, in Escheburg am 9. Februar 2015 durch ein beschädigtes Fenster im Erdgeschoss eines Hauses aus einem Kanister Pinselverdünner gekippt, das Behältnis hinterhergeworfen und die Flüssigkeit mit einem Streichholz entzündet zu haben, wodurch eine Jalousie sowie Teile des Fußbodens Feuer fingen und das Haus für eine beträchtliche Zeit unbewohnbar wurde“, teilte am Montag der Lübecker Oberstaatsanwalt Rolf Peter Anders mit. Einen Tag nach dem Anschlag sollten sechs irakische Flüchtlinge das Haus beziehen. Die Feuerwehr verhinderte durch ihren Einsatz Schlimmeres.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte durch seine Tat verhindern, dass die Unterkunft bezogen wird. Damit hatte er zwar vorübergehend Erfolg, doch nach der Renovierung soll das Haus in einer Wohnsiedlung wie geplant vom Amt Hohe Elbgeest als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Der Mann ist auf freiem Fuß. Ein Richter hatte den Haftbefehl gegen ihn unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens hat das Gericht noch nicht entschieden, so Anders.

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