Schwarzenbek : Mordfall Safak bleibt mysteriös

Der kleine Safak. Fotos: Peter Wüst
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Der kleine Safak. Fotos: Peter Wüst

Dramatischer Appell der Eltern: "Fangt endlich den Mörder von unserem kleinen Sohn!" Vor drei Jahren wurde der 14-jährige Safak C. ermordet und in einem Wald verscharrt.

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13. August 2008, 03:24 Uhr

Der Fall Safak C. ist einer der spektakulärsten Kriminalfälle der vergangenen Jahre in Schleswig-Holstein. Und noch immer gibt es keine Spur zum Täter und dem möglichen Motiv. Auf dem Weg zur Schule war der Junge im Juni 2005 verschwunden, wochenlang hatten Hundertschaften der Polizei mit Leichenspürhunden die Gegend rund um Schwarzenbek durchkämmt - ohne Erfolg. Rund eineinhalb Jahre später fanden Pilzsammler die skelettierte Leiche im Sachsenwald.
Die Ermittler stehen bis heute vor einem Rätsel. Die Obduktion in der Rechtsmedizin ergab: Der Schüler war mit mehreren Stichen in den Oberkörper getötet worden. "Warum bloß wurde unser Junge umgebracht?", fragen sich die Eltern Ayse (43) und Kemal C. - bis heute immer wieder.
Auch eine ausgesetzte Belohnung hat die Polizei nicht weiter gebracht
Die Mordkommission ging jeder noch so kleinen Spur nach, sagte Detlev Riedel von der Lübecker Polizei. Klassenkameraden und Anwohner wurden befragt, sogar Safaks Handydaten wurden überprüft. Aber nichts war dabei, was die Ermittler bis heute auch nur im Ansatz weiter gebracht hat. Die Mordakten seien noch nicht geschlossen, immer wieder würde von unterschiedlichen Sachbearbeitern nach neuen Ermittlungsansätzen gesucht, "damit auch die letzte Unsicherheit ausgeschlossen wird". Doch auch eine ausgesetzte Belohnung hat die Polizei bis heute nicht weiter gebracht.
Unter einer großen Anteilnahme der Bevölkerung hatte die muslimische Gemeinde in der Moschee an der Kollower Straße in Schwarzenbek bei einer bewegenden Trauerfeier Abschied genommen. Danach wurde der ermordete Junge auf dem muslimischen Teil des Friedhofes in Hamburg-Bergedorf beigesetzt. Unter den rund 200 Trauergästen waren neben der Familie, Freunden und Schulkameraden von Safak auch der türkische Generalkonsul aus Hamburg am Grab versammelt.
Hinweise an die Polizei: 0451-1310

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