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Überfall auf Tante-Emma-Laden : Mord in Heide: Polizei sucht Tatzeugen

vom
Aus der Onlineredaktion

Der 73 Jahre alte Ladenbesitzer wurde beim Überfall getötet. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Mördern.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2014 | 14:01 Uhr

Heide | Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod eines Ladenbesitzers in Heide (Kreis Dithmarschen) laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Beamte begannen am Samstag mit der Befragung von Zeugen aus der Nachbarschaft, zudem sollte das Filmmaterial aus einer Videokamera in dem Geschäft ausgewertet werden. Außerdem sucht die Polizei per öffentlichem Aufruf nach Tatzeugen: Sie „bittet alle Kunden, die gestern in dem Lebensmittelgeschäft in der Straße Lüttenheid eingekauft haben, sich mit dem Kommissariat 1 der BKI Itzehoe unter Telefon 04821/602-0 in Verbindung zu setzen.“ Gleiches gelte für alle Personen, denen zur Tatzeit oder davor irgendetwas Verdächtiges oder besonders auffälliges aufgefallen ist.

In Heide hatten sich am Freitag Szenen wie in einem Tatort abgespielt. Am hellichten Tag wurde in Dithmarschens Kreisstadt ein Mann im Frischwarenmarkt Voss am Wulf-Isebrand-Platz (Lüttenheid) tot aufgefunden. Anwohner informierten gegen 13.47 die Polizei. Zeugen wollen gesehen haben, wie Personen zur Tatzeit aus dem kleinen Tante-Emma-Laden gelaufen sind. Bei dem Toten, der 73 Jahre alt wurde, handelt es sich um den Ladenbesitzer. Das bestätigte die Polizei in der Nacht zum Sonnabend.

Die Mordkommission sicherte die Spuren im und um den Laden, Bewohner der näheren Umgebung werden befragt. Er sei Opfer einer Gewalttat geworden, teilte die Polizei nach der rechtsmedizinischen Untersuchung mit. „Weitere Ergebnisse aus der Untersuchung können zurzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgegeben werden.“

Damit geschah bereits das zweite Schwerverbrechen in Heide innerhalb weniger Tage. In der Nacht zu Donnerstag war die Turnhalle des Schulzentrums Heide-Ost von Brandstiftern niedergebrannt worden, die zweite wurde bei den Löscharbeiten stark beschädigt. Unter den Verdächtigen soll auch ein Feuerwehrmann sein. Drei zwischen 17 und 19 Jahre alte Tatverdächtige sind inzwischen in Untersuchungshaft.

(mit dpa)

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