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Großdisko „Ziegelei“ im Amt Berkenthin : Mit Video: Elf Fertighäuser für Flüchtlinge statt Erstaufnahme

vom

Kleinere Häuser statt Massen-Unterkunft: Das Amt Berkenthin in Lauenburg schnappt dem Land eine Disko weg – und lässt sich das eine Million Euro kosten.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 07:35 Uhr

Berkenthin | Auf einer Einwohnerversammlung hat das Amt Berkenthin am Dienstagabend seine Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände einer ehemaligen Diskothek vorgestellt. Auf dem drei Hektar großen Gelände in Groß Weeden im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen elf Häuser für 100 bis 150 Flüchtlinge entstehen. Geplant seien keine Behelfsunterkünfte, sondern ganz normale Wohnhäuser in Fertigbauweise, sagte Amtsvorsteher Karl Bartels.

Rund 400 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, weit mehr als die Verwaltungsspitze erwartet hatte. Die Diskussion verlief in sachlicher Atmosphäre. Nur einige unmittelbare Anwohner der geplanten Unterkunft äußerten Sicherheitsbedenken. Man befürchte unter anderem Gefahren für die Kinder und Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen, sagte ein Mann. Der Leiter der Polizeizentralstation Ratzeburg, Manfred Börner, wies dagegen darauf hin, dass es bislang in Unterkünften dieser Größenordnung keine signifikanten Probleme gegeben habe. Ursprünglich hatte das Land auf dem Diskotheken-Gelände eine Erstaufnahme für 1500 Flüchtlinge bauen wollen. Am Wochenende hatte das Amt überraschend das Gelände gekauft, um dort eigene Flüchtlinge unterzubringen.

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