Seehunde ausgewildert : Mit dem Kutter ging es in die Freiheit

'Nala' wird in der Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) von Mitarbeitern gewogen.
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"Nala" wird in der Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) von Mitarbeitern gewogen.

"Nala", "Simba" und "Hans-Jürgen" waren die Ersten: Sie erzielten das Mindestgewicht von 25 Kilogramm und erhielten die notwendigen Gesundheitszeugnisse. Jetzt wurden sie von der Seehundstation Friedrichskoog (Dithmarschen) ausgewildert.

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02. August 2008, 10:37 Uhr

Ein Kutter brachte die drei jungen Seehunde zu ihren Artgenossen hinaus ins Wattenmeer. Insgesamt wurden in diesem Jahr in Friedrichskoog 59 ehemalige "Heuler" erfolgreich aufgezogen - also Jungtiere, die im Wattenmeer von ihren Müttern getrennt wurden.

Im gesamten Wattenmeer leben rund 20 000 Seehunde, davon ein Drittel vor der Küste Schleswig-Holsteins. Die Seehundstation Friedrichskoog ist nach einem internationalen Abkommen in Schleswig- Holstein die einzige berechtigte Aufnahmestelle für kulleräugige Seehund-Waisen - die sogenannten Heuler - und für Kegelrobbenbabys. Im Schnitt werden jedes Jahr zwei bis drei Dutzend Jungtiere vor dem Hungertod gerettet. In dem mehr als 20-jährigen Bestehen der Station wurden laut Stationsleiterin Tanja Rosenberger bislang rund 500 Heuler aufgezogen und wieder ausgewildert.

Zu den Aufgaben der Station gehören außerdem wissenschaftliche Forschung und Informationen über Seehunde. Experten sammeln hier in Forschungsprojekten wissenschaftliche Daten zu Lebensraum, Gefährdung und Biologie der Meeressäuger. In der Station arbeiten drei fest angestellte Mitarbeiter und mehrere ehrenamtliche Helfer. Seit 1996 finanziert sich die Station ohne staatliche Zuschüsse nur aus Spenden und Eintrittskarten. Jedes Jahr müssen für die festen Kosten mindestens 500 000 Euro eingenommen werden.

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