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Wahl zur Miss Germany 2017 : Miss Schleswig-Holstein verpasst das Treppchen

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Neue Miss Germany ist Soraya Kohlmann aus Leipzig. Für die 19-jährige Giulia Claußen war es „eine tolle Erfahrung“.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2017 | 14:37 Uhr

Rust | Am Ende hatte Soraya Kohlmann aus Leipzig bei der Miss Germany-Wahl am Samstagabend im Europapark Rust die Nase vorn. Die Miss Sachsen setzte sich gegen 21 Kandidatinnen durch und darf sich nun neben dem begehrten Titel über einen Citroen C3 für ihr Amtsjahr, Sachpreise im Wert von 11.000 Euro sowie diverse PR-Termine im In- und Ausland freuen.

Die Drittplatzierte Sarah Strauß (Miss Bremen), Miss Germany 2017, Soraya Kohlmann (Miss Sachsen), und die Zweitplatzierte Aleksandra Rogovic (Miss Niedersachsen) (l-r).
Die Drittplatzierte Sarah Strauß (Miss Bremen), Miss Germany 2017, Soraya Kohlmann (Miss Sachsen), und die Zweitplatzierte Aleksandra Rogovic (Miss Niedersachsen) (l-r). Foto: dpa
 

Eine sehr gute Figur im südbadischen Rust bei Freiburg machte jedoch auch die amtierende Miss Schleswig-Holstein Giulia Claußen. Die 19-Jährige aus Kiel schaffte es nicht ganz aufs Siegertreppchen. Dennoch war die Studentin für Multimedia Production mit dem Verlauf des Glamour-Events keineswegs unzufrieden. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine positive Erfahrung. Für mich war das eine super Zeit und ein toller Erfolg. Zudem bin ich stolz darauf, Schleswig-Holstein vertreten zu haben“, sagte die junge Frau aus dem hohen Norden mit dem blonden Kurzschopf (quasi eine Art Alleinstellungsmerkmal unter lauter Langhaarigen mit wallenden Mähnen), die zuvor im Backstage-Bereich noch ihr Metallica-Shirt gegen eine festliche Garderobe eingetauscht hatte.

Danach hatte sie sich in Abendgarderobe, im Dirndl, in Bade-Mode und bei der Interview-Runde dem Publikum und der Promi-Jury präsentiert. Unter anderem CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Schönheits-Chirurg Professor Werner Mang, Musiker und Extremsportler Joey Kelly oder Ex-Fußball-Manager Reiner Calmund nahmen die jungen Damen auf dem Laufsteg genauer unter die Lupe.

In einem „Beauty Camp“ auf Fuerteventura wurden die 22 jungen Frauen auf den Wettbewerb, der bereits seit 1927 veranstaltet wird und aktuell seinen 90. Geburtstag feiert, intensiv vorbereitet. Laufen, Posen, Knigge-Kurs, Shootings, Make-Up. Pressetraining oder Choreographie standen während der zehn Tage auf dem Programm. Angeleitetet wurden die Landessiegerinnen von Benimm-Trainerin Ines Klemmer von der Miss Germany Corporation. „Das war eine prima Vorbereitung, ich habe zweifellos sehr viel gelernt“, betonte die 1,60 Meter große Blondine (die kleinste im Wettbewerb), die in ihrer Freizeit gerne Klavier spielt, singt, näht und Latein-Standard tanzt wie sie der Jury und dem Saal-Publikum bei der Interview-Runde auf der Showbühne verriet. Ihr größter Traum sei es Menschen mit ihrem Tanz zu begeistern und beim Karneval in Brasilien den Sambatanz hautnah zu erleben.

Dem viel zitierten Zickenkrieg hinter den Kulissen eines Schönheitswettbewerbs erteilte die amtierende Miss Schleswig-Holstein eine deutliche Absage. „Wir haben uns eigentlich alle sehr gut verstanden. Klar, wir haben natürlich unterschiedliche Charaktere. Aber das war total locker“, meinte die junge Frau, die von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater einmal quer durch die Republik zur Miss-Germany-Wahl ins Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz begleitet wurde.

Im Vorfeld der Wahl hatten sich rund 5200 Schönheiten im Alter von 16 bis 29 Jahren in 150 Vorentscheiden bei den Landeswahlen in der gesamten Republik Hoffnung auf die Krone gemacht. Aber nachdem der erste Stress nach dem Grande Finale Samstagnacht abgefallen war, war erst einmal Party angesagt. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen enterte Giulia Claußen die After-Show-Party im glamourösen Ambiente des Clubs im Europapark. Und im Party-Trubel der Nacht und im Blitzlichtgewitter der Fotografen auf dem Dancefloor war ohnehin egal, wer es ganz nach oben auf den Thron geschafft hat.

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