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Ministerium warnt vor Giftködern in Dithmarschen

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Wesselburenerkoog | In der Nähe des Windparks Wesselburenerkoog (Dithmarschen) hatte Terrier-Hündin Karlotta Ende Juli Reste eines Räucherfisches gefressen - und verendete wenig später qualvoll. Einen Tag darauf wurde ein weiterer Fall bekannt, wieder war ein Terrier gestorben.

Wie das Kieler Umweltministerium mitteilt, war der Räucherfisch mit Gift präpariert. Da die Hunde sehr schnell gestorben waren, wird vermutet, dass es sich um sehr schnell wirksame Substanzen in hohen Konzentrationen handelt. Mitarbeiter des Ministeriums stellten die Köder sicher und haben sie zur Analyse an das Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Göttingen gegeben. Das Ergebnis steht noch aus. "Das Auslegen solcher Gift köder ist für Haustiere und unsere - ohnehin zum Teil gefährdeten - Greifvogelarten eine Gefahr. Darüber hinaus werden international streng geschützte weitere Arten wie der Wolf durch solche Praktiken bedroht", sagte gestern Staatssekretär Ulf Kämpfer.

Das Umweltministerium verfolgt alle ihm bekannt werdenden Vergiftungs- und Verdachtsfälle im Rahmen der Kieler Erklärung zum Schutz der Greifvögel , veranlasst durch illegale Übergriffe gegen geschützte Greifvogelarten. Kämpfer: "Derartige Handlungen sind Straftaten, die ausnahmslos durch das Ministerium zur Anzeige gebracht werden." In der Vergangenheit wurden solche Gift köder-Attacken insbesondere im Kreis Dithmarschen mehrfach nachgewiesen.

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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